Gad Beck gestorben

Im Alter von 89 Jahren ist der Holocaust-Überlebende Gad Beck am Sonntag in einem Altersheim in Berlin gestorben. Aufgewachsen in Berlin-Weißensee   wurde er 1943 zusammen mit seinem Vater und seiner Schwester verhaftet und in die Berliner Rosenstraße gebracht, wo hauptsächlich Menschen  aus „deutsch-jüdischen Mischehen“ inhaftiert waren. Durch die Proteste von Frauen wurden die Gefangenen wieder freigelassen. Sein Freund Manfred Lewin aber wurde nach Auschwitz transportiert und dort zusammen mit seiner Familie von den Nazis ermordet. In den zwei Jahren bis Kriegsende leitete Gad Beck im Untergrund die Gruppe Chug Chaluzi, die sich um untergetauchte Juden kümmerte. Beck emigrierte nach israel und kehrte 1979 nach Deutschland zurück. 1995 veröffentlichte er eine Autobiografie „Und Gad ging zu David“ und trat immer wieder für die Rechte von Schwulen und Lesben ein. Der Film „Paragraph 175“ schildert neben dem anderer schwuler Männer und einer lesbischen Frau auch das Leben Gad Becks.


Das Buch zum Blog

Archiv

Kreuz-und-queer-Blog