„Opfer vorrangig in der Schwulenszene gesucht“ Polizei bestätigt: Drittes Mordopfer in Berlin

(Beitrag aktualisiert um 17:10 Uhr) Im Mordfall Nicky M., der Anfang Mai im Dunkelraum einer Berliner Schwulenkneipe im Bezirk Friedrichshain umgebracht wurde, tut sich nach Verhaftung des mutmaßlichen Mörders ein wahrer Abgrund auf. Am Pfingstsonntag hatten wir auf S.i.e.g.T. berichtet, dass es ein weiteres Todesopfer gab. Nun wurde bekannt, dass ein dritter Mann von dem tatverdächtigen – und wie es heißt: „geständigen“ – Dirk P. ermordet wurde  – so war es zunächst im Newsticker der „Bild“ um 14:21 Uhr zu lesen. Es soll sich um einen 41-jährigen Mann handeln, der wie die anderen Männer erst mit der Droge Liquid Ecstasy (GHB) betäubt, dann ausgeraubt und umgebracht worden ist. Ein vierter Mann, den Dirk P. ebenfalls mit der Droge betäubte und ausraubte, konnte rechtzeitig ins Krankenhaus gebracht werden.
Aktualisierung 17:10 Uhr: Um 16:40 Uhr haben die Polizei und die Generalstaatsanwaltschaft Berlin eine gemeinsame Pressemeldung online veröffentlicht. Darin heißt es zur oben erwähnten Mordtat: „Der 37-Jährige [gemeint ist Dirk P.; Anm. RH] hat in seinen Vernehmungen eingeräumt, auch am 15. Mai 2012 einem Mann in Friedrichshain ‚Liquid Ecstasy‘ verabreicht zu haben. Der 41-Jährige wurde daraufhin am 16.5.2012 in seiner Wohnung in der Weserstraße tot aufgefunden.“ Und eine für die schwule Szene beängstigende Angabe: Der Täter habe „seine Opfer vorrangig in der Schwulenszene gesucht“! Ein Zusammenhang zu dem sogenannten „Giftmischer auf dem Weihnachtsmarkt“ (Ende letzten Jahres hatte ein Mann in Berlin Besuchern von Weihnachtsmärkten K.O.-Tropfen verabreicht) sei derzeit nicht erkennbar. Die Ermittlungen dauern an.

Link: Infos zu Liquid Ecstasy via DAH

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2 Responses to “„Opfer vorrangig in der Schwulenszene gesucht“ Polizei bestätigt: Drittes Mordopfer in Berlin”


  1. 1 Robert Niedermeier Mai 29, 2012 um 1:43 pm

    Ist der der Täter wohl selbst bi- oder homo…?

  2. 2 RH Mai 29, 2012 um 1:45 pm

    Ja, er soll – laut Presse – schwul sein.


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