Rosa-Courage-Preis für Manfred Bruns

Der ehemalige Bundesanwalt Manfred Bruns erhält am Freitag im Friedenssaal des Rathauses der Stadt Osnabrück den Rosa-Courage-Preis. Damit wird er für sein Engagement für die Rechte von Homosexuellen und Menschen mit HIV/Aids ausgezeichnet.
Der Vater dreier Kinder wurde 1934 in Linz geboren. Sein Coming-out hatte er  Anfang der achtziger Jahre. In Axel Schocks Lexikon „OUT!“ ist nachzulesen, dass Bruns – er war mittlerweile Bundesanwalt in Karlsruhe – von Generalbundesanwalt Rebmann daraufhin als „Sicherheitsrisiko“ eingestuft wurde. Manfred Bruns prägte die mit Ausbruch der Aids-Epidemie einsetzende juristische Debatte um HIV, Aids und Testpolitik mit seiner liberalen Haltung. Für die SPD war er von 1987-1990 Mitglied der „Aids“-Enquete-Kommission des Bundestages. Er engagierte sich im Bundesverband Homosexualität (BVH), einem westdeutschen Vorläufer des heutigen LSVD, zu dessen Bundesvorstand Bruns noch heute gehört. Dort setzte er sich für die Gleichstellung homosexueller Partnerschaften ein. 1994 erhielt er vom Bundespräsidenten Roman Herzog das Bundesverdienstkreuz.
Der Rosa-Courage-Preis wird seit 1992 im Rahmen des Gay-in-May-Festivals verliehen. Er würdigt herausragendes Engagement für die Belange von Lesben und Schwulen. Initiiert wurde er von dem schwulen Rabbi Andreas Hinz, der 2002 in London ermordet wurde. Zu den Preisträgerinnen zählen u.a. der Zeichner Ralf König, die Autorin Karen-Susan Fessel, der Aktivist Andreas Meyer-Hanno, aber auch Vereine/Institutionen wie Yachad Deutschland oder die Akademie Waldschlösschen.

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