Personalia der Woche: Wer der Bruder eines schwulen Bruders ist und nach wem die US-Navy ein Schiff benennen soll

Oberste Comic-Regel unserer Meinung nach: Niemals Schlangen im Bett!!! Kann nur zu Fehlinterpretationen führen. Ein populärer amerikanischer Comic-Autor ließ den „Playboy“ seine Ansichten über diverse Comic-Figuren wissen und natürlich darf Batman dabei nicht fehlen.  Zuvor aber noch, was sich im realen Leben dieser Woche tat …

Hans „Nick Hart“ Leutwyler ist German Mr. Leather 2012. Mehr verrät die Internetseite des BLF – abgesehen vom Foto – nicht. 

Eduard Stapel,  58-jähriger Aktivist, der im Film „Unter Männern – Schwul in der DDR“ porträtiert wird, wundert sich in der „Leipziger Volksstimme“ über schwule IMs: „Wie paradox, da gibt es eine Gruppe, die sich für sie einsetzt und sie spionieren sie aus.“

Katrin Büttner-Janz, gefeuerte Chefärztin: Betriebsrat hatte nichts gegen Kündigung.

Martin Munz, Journalist und im Bundesvorstand des BLSJ, findet im IWWIT-Interview, dass Schwule im Medien-Mainstream angekommen sind.

Roland Emmerich, Regisseur, hat mit seinem Film „Anonymous“ bei der Verleihung des deutschen Filmpreises sechs Lolas geholt.

Christoph Wohlgemuth, Pfarrer, vergleicht im DW-Artikel über die sächsische Landeskirche die innerkirchliche Debatte um Homosexuelle mit seinem eigenen Coming-Out als schwuler Pfarrer.

Michael Kauch, FDP-Politiker, informiert, dass seine Partei auf ihrem Parteitag die Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule beschlossen habe. Er informiert nicht über all die Ausreden, die sich die FDP wieder einfallen lassen wird, warum sie dann, wenn es zum Schwur kommt, wie gewohnt kneift.

Jirka Witschak, Organisator des CSD Potsdam, im Interview der „Märkischen Allgemeinen: „Viele Lehrer trauen sich nicht, über Homosexualität zu sprechen.“

Iwan Chartschenko, 16-jähriger Russe, wird in einer Drogenklinik gefangengehalten. Dort soll er auf Anordnung seines Vaters von seiner Homosexualität „geheilt“ werden – nachdem der Besuch bei einer Zauberin nichts brachte. Furchtbar!

Orkhan, 19-Jähriger aus Aserbaidschan, wählte für das Interview mit der „Zeit“ ein Pseudonym:  „Im Fernsehen – in Talk- und Comedyshows – wurden Schwule und Lesben lächerlich gemacht. Daran wird auch der ESC nichts ändern.“

Thomas Beatie, Trans-Mann und Mutter dreier Kinder, hat sich von seiner Frau Nancy getrennt.

Harvey Milk, Veteran im Kampf für gleiche Rechte, diente bei der US-Navy: Eine Kampagne fordert jetzt, dass ein Schiff der US-Marine nach ihm benannt werden soll.

UnterstützerInnen

Chris Ewans, Schauspieler, wird im „Playboy“-Interview auf seinen schwulen Bruder angesprochen – und ob Chris die Homo-Ehe unterstützt: „Veralberst du mich? (…) In zehn Jahren werden wir uns schämen, dass das überhaupt ein Thema war!“

Betty White, Schauspielerin, über die TV-Serie „Hot in Cleveland“, in der sie zusammen mit drei weiteren Frauen die Hauptrolle spielt: „Man könnte darauf schwören, dass wir alle lesbisch sind, weil wir uns gegenseitig so vergöttern.“ (via „Die Standard“)

Grant Morrison, Comic-Autor, im „Playboy“: „In die Figur Batmans ist das Schwulsein geradezu eingebaut.“ Das ist jetzt keine ganz neue Erkenntnis, aber man hört’s ja gern. Nebenbei: Zum zweiten mal in diesen Personalia verweisen wir auf den „Playboy“??


Das Buch zum Blog

Archiv

Kreuz-und-queer-Blog