EKD Sachsen: Homo-Paare im Pfarrhaus bleiben „seelsorgerlicher Einzelfall“

Mühsam ernährt sich das Kirchenmäuslein: Auf ihrer Frühjahrssynode hat die Evangelischen Kirche (EKD) Sachsens am Wochenende einen bereits im Januar von der Kirchenleitung gefasste Regelung hinsichtlich homosexueller PfarrerInnen und deren Lebenspartnerinnen (S.i.e.g.T.-Bericht) bestätigt. Nur im „seelsorgerlichen Einzelfall“ sollen sie ins Pfarrhaus ziehen dürfen. Die Landeskirche muss dies gestatten, der zuständige Kirchenvorstand der Gemeinde dem einmütig zustimmen. Die Zustimmung der Landessynode erfolgte, nachdem  in einer gesonderten Erklärung (zum wiederholten Male; Anm. RH) „die bleibende Bedeutung der biblischen Ordnung von Ehe und Familie“ herausgestellt wurde.
Ob damit der heftige Streit innerhalb der sächsischen evangelischen Kirche wirklich beigelegt ist, darf bezweifelt werden. In einer „Markersbacher Erklärung“ hatten 121 von 776 Kirchengemeinden im Vorfeld eine Änderung des Pfarrdienstrechtes abgelehnt, dagegen hatten 53 PfarrerInnen in einem Offenen Brief diese Haltung kritisiert.
Anders als in anderen Kirchen der EKD wird es in Sachsen aber auch, laut „taz“, weiterhin keine Regelung zur Segnung homosexueller Paare im Gottesdienst geben.

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