Schwuler Aktivist in Kanada ermordet

In der Nacht von Montag zu Dienstag wurde in Halifax, Hauptstadt der kanadischen Provinz Nova Scotia Ryan Raymond Taavel erschlagen. Taavel hatte die CSD-Wochen der Stadt organisiert und war Redakteur des LGBT-Magazins „Wayves“. Er hätte im Juni seinen 50. Geburtstag gefeiert. Hunderte von Menschen versammelten sich am Abend zum Gedenken in der Gottingen Street vor der Menz Bar, der Schwulenkneipe, die Taavel kurz vor seinem Tod besucht hatte. Unmittelbar nach Verlassen der Bar  muss es zu einem Streit und anschließenden Kampf mit einem 32-jährigen Mann gekommen sein. Dieser soll schwulenfeindliche Sprüche gebrüllt und brutal auf Taavel eingeschlagen haben. Mehrfach habe er, so berichtet ein Augenzeuge, habe er Taavels Kopf gegen den Straßenboden geschlagen.
Die Polizei hält sich mit der Bewertung des Mordes als Hassverbrechen zurück. Der mutmaßliche Täter wurde verhaftet und soll am Mittwoch dem Richter vorgeführt werden. Bei dem Mann soll es sich um den Patienten einer psychatrischen Klinik handeln, der von einem Ausgang nicht zurückgekehrt war. Er soll an paranoider Schizophrenie leiden.


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