Personalia der Woche: Wer zum 100. Geburtstag mehr als Stufen hinterlässt und wer sich rühmt, mehr Schwule als andere gespielt zu haben

Ein US-amerikanischer Pionier und Vorkämpfer für unsere Rechte wäre am heutigen Samstag 100 Jahre alt geworden. Heutzutage gibt es Nachrichten aus dem Tierreich von Delfinen und Flamingos und aus der Cyber-Welt, wo ja neuerdings auch im schwulen Modus geballert und gespielt werden. Die lebenden Menschen heiraten „muslimisch“, werden verhaftet, dampfplaudern oder trennen sich von all dem schwulen Kram …

Anne Will, Journalistin & Talk-Masterin, in ihrer Sendung am Mittwoch: „Ich gehe unter anderem deshalb nicht mehr in die Kirche, weil die Kirche meine Lebensform, nämlich eine homosexuelle Lebensform, ablehnt.“

Volker Beck, Grünen-Politiker, im DLF-Interview: „Ich habe ja keine Vorurteile gegen die katholische Kirche. Ich habe an bestimmten Punkten, bei der Familienpolitik, der Sexualethik, meine Diskussionen mit der katholischen Kirche. Aber die führen wir als ordentliche Demokraten.“

Reiner Jackwerth, Verleger, trennt sich von „Siegessäule“ und „L-Mag“.

Die Rosa Note, Stuttgarts schwuler Chor, probt den „Choralverkehr“.

Ludovic-Mohamed Zahed, 35-jähriger Aktivist, ist der erste Franzose, der seinen Partner in einer „muslimischen Zeremonie“ „geheiratet“ hat. Viele Anführungszeichen! 

Abdellah Taïa, marokkanischer Schriftsteller, findet es im ausführlichen Porträt (Autor: Angelo Algieri) keinen Widerspruch, Moslem und Schwuler zu sein.

Aleksejew Kiselew und Kirill Nepomniachtschi, Aktivisten in St. Petersburg, wurden aufgrund des neuen Totschweigen-Gesetzes in ihrer Stadt verhaftet, weil sie Plakate u.a. mit der Aufschrift „Homosexualität ist normal“ gezeigt haben. Sie wurden später wieder freigelassen, müssen mit Geldstrafen rechnen. Mehr Infos im Artikel von Norbert Blech.

Neil Patrick Harris, Schauspieler, wird die Verleihung der diesjährigenTony Awards moderieren.

Matthew Mitcham, Goldmedaillen-Gewinner, schwimmt sich den Weg zu Olympia.

Anton Hysén, schwedischer Fußballer, tanzt in „Just Dance“, der schwedischen Version von Dancing with the Stars“.

Carolyn Sherer, Fotografin, porträtiert in der Ausstellung „Living in Limbo“ im Civil Rights Institute Birmingham, Alabama lesbische Paare und Familien im erzkonservativen Süden der USA.

Iannis Delatolas, Fotograf, antwortet mit einem fotografischen „Fight Back“ auf erfahrenes Gay-Bashing. Foto auf eine

Jenna Talackova, von der wir letzte Woche berichteten, dass sie von der Miss-Wahl in Kanada ausgeschlossen wird, darf nun doch teilnehmen – wenn sie Bedingungen erfüllt, die sich die Veranstalter haben spontan einfallen lassen.

Geschichte

Harry Hay, Mitbegründer der „Mattachine Society„, der ersten Schwulenrechtsgruppe der USA, wäre am 7. April 100 Jahre alt geworden. Jetzt werden zu seinen Ehren die Treppen, die zu seinem einstigen Wohnhaus in Silver Lake, Los Angeles führen, in „The Mattachine Steps“ umbenannt. (Obiges Foto ist dem Trailer – Link zu YouTube – zur Doku „Hope Along the Wind“ entnommen.)

Unterstützer

Josef Winkler, Grünen-Politiker und MdB, hat sich in der deutschen Botschaft in Kampala (Uganda) mit Vertretern lesbischer und schwuler Organisationen getroffen.

Ben Cohen, Rugby-Spieler, ziert das Cover der ersten Ausgabe von „GayNI“, eines neuen LGBT-Magazins in Nordirland

Jeff Brown, Vize-Geschäftsführer von Electronic Arts, hat erklärt, dass sie sich dem Proteststurm religiöser Fundamentalisten – ausgelöst durch die Möglichkeit, in den neuesten Spiele-Versionen von „Star Wars“ und „Mass Effect 3“ auch gleichgeschlechtliche Avatare zu wählen – nicht beugen werden. — Und auch das Spiel „Sims 3“ wirbt im Clip mit einem schwulen Paar (Foto / Link YouTube)

Antonio Banderas, Schauspieler, zum Thema „Männerrollen“: „Ich finde es schon merkwürdig, dass mir immer wieder ein Macho-Image verpasst wird. Dabei habe ich bestimmt mehr Schwule gespielt als irgendjemand sonst in der Filmgeschichte.“

Wie der Mensch so das Tier (oder umgekehrt)

Delfine in der Shark Bay (Haifischbucht) in Australien pflegen „extensive Bisexualität kombiniert mit Zeiten ausschließlicher Homosexualität“.

Carlos und Fernando, britisches Flamingo-Paar, feiert sein 5-Jähriges im Kreise der Kinder (die sie den Hetero-Flamingos geklaut haben). Wenn das die religiösen Fundamentalisten erfahren!!!

Tendenziöses Zwischenreich

Vandalen – sexuelle Orientierung unbekannt – haben zum widerholten Male eine Kirche in Rheinbach mit Sprüchen wie „Homophobes Pack“ beschmiert. Pfarrerin Gudrun Schlösser: „Der evangelischen Kirche, die in ihrem Lebensordnungsgesetz die Segnung homosexueller Paare vorsieht, Homophobie vorzuwerfen, ist schlichtweg dumm.“

Michael Fassbender, Schauspieler, hat eindeutig zu wenig Haare auf der Brust, um sich für den „Woof zum Samstag“ zu qualifizieren.

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