„Anzeichen für mehr Akzeptanz“ HuK freut sich über Kardinäle Martini und Schönborn

Jüngste Äußerungen von katholischen Kardinälen über die Vereinbarkeit von sichtbar gelebter Homosexualität und Glauben finden Gefallen bei der HuK, der Ökumenischen Arbeitsgruppe Homosexualität und Kirche. Deutsche Bischöfe sollten den Beispielen des früheren Mailänder Kardinal Martini und des Wiener Kardinal Schönborn folgen.
Martini spricht sich – laut Vorabdruck – in seinem Buch „Credere e conoscere“ (Glauben und erkennen)  u.a. für eine gewisse Anerkennung homosexueller Partnerschaften aus. Der Wiener Kardinal Christoph Schönborn hatte vor kurzem die Wahl von Florian Stangl in den Pfarrgemeinderat von Stützenhofen bestätigt – nach einem Gespräch mit Stangl und dessen Partner. (Anm. S.i.e.g.T.: Heterosexuelle müssen nicht in einem Gespräch ihre Eignung beweisen!!!)
Beide Kardinäle, so Markus Gutfleisch vom HuK-Vorstand, drückten damit aus, dass offen lebende Lesben und Schwule in der katholischen Kirche einen Platz haben. „Als Homosexuelle in der Kirche zu leben, sich zur Liebe und Partnerschaft zu bekennen und sich in der Kirche zu engagieren, das ist für viele Menschen selbstverständlich. Wir freuen uns, dass namhafte Kirchenführer dies nun bekräftigen.“ Die katholische Kirche tue sich zwar mit Veränderungen schwer, die Anzeichen für mehr Akzeptanz seien aber unübersehbar. Die katholische Deutsche Bischofskonferenz solle auf Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans-Menschen zugehen. „Mehr Akzeptanz ist nicht nur möglich, sondern ein Gebot der Stunde, denn Diskriminierung ist niemals christlich.“
Auf dem 98. Deutschen Katholikentag im Mai 2012 in Mannheim wird die HuK mit eigenen Aktionen vertreten sein. (Und dann ist auch ein gewisser Buchautor dabei – aber dazu demnächst mehr!)

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1 Response to “„Anzeichen für mehr Akzeptanz“ HuK freut sich über Kardinäle Martini und Schönborn”


  1. 1 fabian alias satirgay April 5, 2012 um 7:47 am

    „Die katholische Kirche tue sich zwar mit Veränderungen schwer“

    … das ist sicherlich als Gag gemeint, gell?

    Nichts für ungut, aber wenn von den 4.784 römisch-katholischen Bischöfen weltweit – die überwiegende Mehrheit erzkonservativ, und Benedikt XVI beruft bekanntlich ebenso konsequent wie haufenweis reaktionäre Glaubenskünder in diesen Job – sich mal zwei in freundlichen Homo-Andeutungen auslassen … das als „Anzeichen für mehr Akzeptanz“ zu deuten, das können wohl nur fromme Schafe sein, die an Jungfrauengeburt, Heiligen Rock (Trier) und all den anderen himmlischen Hokuspokus glauben.


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