LSU will auch ein Machtwort von Kanzlerin Merkel

Volker Beck von den Grünen hat es schon letzte Woche gefordert, diese Woche ziehen die Lesben und Schwulen in der Union (LSU) nach. Angesichts einer Gesetzesvorlage in der russischen Duma, nach der das Reden über Homosexualität in Russland unter Strafe gestellt werden soll, rufen beide nach einem Machtwort der Bundeskanzlerin. Russland trete Menschenrechte mit Füßen, heißt es in einer Pressemitteilung des LSU-Bundesvorsitzenden Alexander Vogt. Der Druck auf die russische Staatsführung müsse erhöht werden. Wörtlich ist dort zu lesen:

„Wir fordern unsere CDU-Bundesvorsitzende und Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, klare Worte gegenüber Russland zu finden und ebenso deutliche Taten folgen zu lassen. Kein bilaterales und kein supranationales Mittel sollte ungenutzt bleiben, Russland dazu zu bewegen, die Menschenrechte zu wahren und seinen Verpflichtungen aus den internationalen Abkommen nachzukommen.“

Wir können uns an keinerlei Machtwort der Kanzlerin zum Thema LGBT-Rechte erinnern. Aber vielleicht wird es ja dieses Mal anders. Erstaunlich ist, dass sich der LSU zeigt, wenn es um Rechte in Russland geht. Zu dem Ausschluss von schwulen Schützenkönigspaaren aus der Schützenbruderschaft, zur Verhinderung eines schwul-lesbischen Infostandes in Binz, zur Weigerung der schwarz-gelben Mehrheit im Sportausschuss, sich mit dem Thema Homosexualität im Sport zu befassen …  zu all diesen kleinen Alltagsproblemen in Deutschland schweigt der LSU (zumindest konnten wir auf der LSU-Internetseite nichts dazu finden). Schade: Etwas mehr Engagement im eigenen Lande würde das Engagement für andere Länder glaubhafter machen.

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