Schützenbruderschaft widerspricht Kritik der ADS

Der Vorstand des Bunds der historischen deutschen Schützenbruderschaften (BHDS) und deren Bundespräses Weihbischof Dr. Heiner Koch widersprechen dem Rechtsgutachten der Antidiskriminierungsstelle (ADS), das den Beschluss zum Verbot schwuler Schützenkönigspaare als rechtswidrig bezeichnet. Der Aufforderung zu einer Stellungnahme war man vom BHDS zunächst nicht nachgekommen, jetzt heißt es in einer Erklärung auf der Internetseite des BHDS,   man gehe davon aus, dass man sich „mit der angegriffenen Beschlussfassung im Rahmen der geltenden Gesetze“ bewege. Das Gutachten der ADS habe nicht berücksichtigt, „dass es sich beim BHDS um einen Verband der katholischen Kirche handelt, der sich nach seinen Statuten wesentlich der Pflege religiöser Werte widmet“. Der Erklärung ist als PDF ein Schreiben Kardinal Meisners aus dem Jahr 2000 beigefügt, in dem Meisner den Bund als kirchliche Vereinigung anerkennt.
Seufz! Wenn man die Diskriminierung von homosexuellen Paaren als „religiösen Wert“ sieht, hat der BHDS natürlich recht. Taktik der Schützen ist es, sich hinter der Kirche zu verschanzen und damit einen rechtfreien Raum zu beanspruchen, in dem die Gleichheit der Menschen außer Kraft gesetzt ist. Es ist bedenklich, dass solche Leute Waffen tragen dürfen.

Advertisements

Das Buch zum Blog

Archiv

Kreuz-und-queer-Blog