Ostseebad Binz: Schwul-lesbischer Infostand erst verboten, nun ausgelagert

Anfang März hatte die Kurverwaltung des Ostseebades Binz dem schwul-lesbischen Regenbogen-Verein Stralsund verboten, an Christi Himmelfahrt einen Infostand zum Internationalen Tag gegen Homophobie auf dem Seebrückenvorplatz aufzubauen. Man wollte diesen Platz agressiven Vatertags-Schlägern vorbehalten und durch Homos nicht noch zusätzlichen „Ärger“ verursachen (S.i.e.g.T.-Bericht) Eine Regenbogenfahne darf dort am 17. Mai zum Tag gegen Homophobie aber gehisst werden. Nach der Ablehnung hatte der Verein um Zuweisung eines alternativen Standortes in Sichtweite von Seebrücke und Regenbogenfahne gebeten. Nun soll der Infostand   an einen Platz am Schmachter See – außerhalb des Ortszentrums knapp zehn Minuten Fußmarsch von Seebrücke entfernt. Die Grünen von Meck-Pomm kritisieren in einer Pressemitteilung vom 30. März diesen Vorschlag: „Binz, das als Tourismuszentrum eigentlich für Weltoffenheit und Toleranz stehen sollte, verbannt seine Lesben und Schwulen aus dem Stadtzentrum. Das ist nicht hinnehmbar und setzt auch gegenüber Urlaubsgästen ein vollkommen falsches Signal. Integration sieht definitiv anders aus!“
Update: Der Regenbogen-Verein lehnt den Alternativstandort ab und will nun mit Hilfe eines Hoteliers doch noch in Sichtweite der Regenbogenfahne den Stand errichten. Auf der Internetseite ist zu lesen: „Mit Dank eines Hoteliers, der die Ziele des Vereins unterstützen möchte, wird es einen Infostand an der Binzer Promenade geben. Ziel ist es nicht, möglichst medienwirksam Stimmung gegen das Ostseebad Binz zu machen, sondern Aufklärungsarbeit über die Bedeutung des Datums (Internationaler Tag gegen Homophobie) zu leisten und um Verständnis für andere Lebensmodelle zu werben, die mittlerweile eigentlich selbstverständlich sein sollten.“


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