Ein Nashorn für Birminghams Schwulenviertel

Ein Nashorn soll künftig den Eingang zum Schwulenviertel Birminghams markieren! Rascher Blick zum Kalender: Es ist noch nicht der 1. April. Die Idee ist schon weit gediehen, via Facebook wird kräftig für das Projekt geworben, um das noch fehlende Geld zusammenzubekommen. Immerhin: Der Stadtrat von Birmingham will 10.000  £ als Unterstüzung zuschießen (Wobei, wenn ich es recht verstanden habe, es sich um einen Kredit handelt, der später zurückgezahlt werden muss.) Als Standort ist das Dach des Wynner-Haus an der Kreuzung Bromsgrove und Hurst Street vorgesehen. Die Wahl des Tieres hat sogar einen schwulengeschichtlichen Hintergund:
1974 wurde das Bild eines lila Rhinozerosses mit rotem Herzen von Aktivisten in Boston für eine Kampagne verwendet, mit der homosexuelle Themen öffentlich gemacht werden sollten. Das Nashorn, so sagen die Organisatoren, sei ein stolzes und zugleich hartnäckiges Tier und symbolisiere die Weigerung der LGBT-Community, Homophobie zu akzeptieren.
Eine Gruppe von Schwulen und Lesben initierte das Projekt im Januar 2010. Den Ideen-Wettbewerb gewann ein Trio schottischer Künstler mit dem Vorschlag, die lebensgroße Statue mit Strass (Diamanten) zu überziehen. Ein Diamant war das Symbol der ersten Schwulen-Organisation in den USA, der Mattachine Society. Zugleich ist es eine Referenz an das Jewellery Quarter der Stadt – „die größte Häufung von Juweliergeschäften und Schmuckherstellern in Europa“ (Wikipedia).
Mehr Infos & Fotos via Facebook-Gruppe „The Rhino of Birmingham“ / Nachlesen über das lila Nashorn bei lambda.org / Artikel der „Birmingham Post über das „Gay Rhino“


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