Spenden für die schwule Sache – Überfalltelefon profitierte von Wowereits Gratis-Flug

Klaus Wowereit hat im Gegenzug für zwei in den Jahren 2002 und 2003 in Anspruch genommene Gratis-Flüge nach London Geld gespendet. (S.i.e.g.T-Bericht) Nutznießer waren anscheinend die Aids-Hilfe (215 Euro im Jahr 2003) sowie, das berichtet der „Tagesspiegel“ am 14.3.12. online, das Berliner Überfall-Telefon Maneo. Maneo ist  ein Projekt des Berliner „Gay Switchboard“ Mann-o-Meter, dessen Vorstand gegenüber dem „Tagesspiegel“ bestätigte, eine Spende von Klaus Wowereit in Höhe von 300 Euro im Sommer 2002 erhalten und entsprechend quittiert zu haben.
Maneo, das sich heute als Anti-Gewalt-Projekt bezeichnet, wird unter anderem auch durch die Stiftung Deutsche Klassenlotterie unterstützt (siehe S.i.e.g.T.-Bericht vom März 2010), in deren 6-köpfigem Stiftungsrat (aus Mitgliedern des Senats sowie des Berliner Abgeordnetenhauses)  auch Klaus Wowereit sitzt.

2 Responses to “Spenden für die schwule Sache – Überfalltelefon profitierte von Wowereits Gratis-Flug”


  1. 1 fabian alias satirgay März 15, 2012 um 8:38 pm

    Eigentlich hätte Herr Wowereit 5625,00 Euro spenden müssen – anstelle von schlappen 300 Euro! Soviel nämlich waren Flug und Übernachtungen laut B.Z. wert. Siehe Hamburger Abendblatt:

    http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article2215041/Wowereit-muss-seine-Ausfluege-verteidigen.html

    „Dasselbe Prozedere habe der Regierungschef Berlins auch beim zweiten Flug angewandt, diesmal mit einer Spende von 215 Euro. “ Also auch da zeigte er sich recht spendenknickrig.

    Und noch etwas ist erstaunlich: Steuerunterlagen (Spendenbescheinigungen) sind 10 Jahre lang aufzubewahren. Warum ziehen Herr Wowereit und Maneo nicht mal schnell die entspr. Unterlagen heraus. 2002 schon im Müll???? Und was ist mit 2003?

    Mich als Selbständigen würde mein Finanzamt „jagen“, wenn sowas auch nur ruchbar würde …

    LG

  2. 2 RH März 16, 2012 um 9:09 am

    Mich stört weniger die Höhe irgendwelcher Beträge, auch für wen oder was Wowereit spendet, ist seine Sache – mich stört, dass auch Wowereit nichts von Transparenz hält und sich angesichts der Veröffentlichungen aufplustert und tut, als handele es sich um Majestätsbeleidigung. Es ist Kritik vorgebracht worden und er hat es als Politiker aufzuklären! Vollständig und nicht mit der Salami-Taktik. Auch denke ich, dass es nicht im Ermessen von Politikern liegen sollte, sich, weil sie ein schlechtes Gefühl haben, mit einer Spende reinwaschen zu können.


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