Schwul-lesbischer Journalistenpreis ausgeschrieben

Zum 15. Mal wird in diesem Jahr der Felix-Rexhausen-Preis durch den Bund lesbischer und schwuler JournalistInnen (BLSJ) ausgeschrieben. Mit dem Preis soll publizistisches Engagement bei der Berichterstattung über LGBT ausgezeichnet werden. Er ist mit 500 Euro dotiert. Eingereicht werden können journalistische Beiträge in deutscher Sprache, die in der Zeit zwischen dem 16. April 2011 und 30. April 2012 veröffentlicht wurden oder werden. Einsendeschluss ist der 30. April 2012.
Im letzten Jahr erhielt Steffi Illinger die Auszeichnung für   ihr im Bayerischen Fernsehen ausgestrahltes Feature über schwule Schuhplattler. Weitere Preisträger waren u.a. Martin Reichert für einen Artikel „Adieu Habibi“ in der „taz“ (2006) oder auch Aljoschau Pause für seine Reportage „Das große Tabu – Homosexualität und Fußball“ im DSF (2008).
Namensgeber des schwul-lesbischen Journalistenpreises ist der 1932 geborene Journalist Felix Rexhausen, der seit den sechziger Jahren als Journalist für den WDR oder auch den „Spiegel“ arbeitete. Zusammen mit Carola Stern und Gerd Ruge gründete er 1961 die deutsche Sektion der Menschenrechtsorganisation amnesty international. 1966 veröffentlichte er seinen satirischen Roman „Lavendelschwert“ über einen Aufstand von 20.000 Schwulen gegen die homophobe CDU/CSU-Regierung in Bonn; unter dem Pseudonym Stefan David 1969 den (autobiografischen) Roman „Berührungen“, „ein Panorama schwulen Lebens und den Aufbruch in die neue (sexuelle) Freiheit dieser Zeit“ (Axel Schock). Rexhausen starb 1992.
Der Felix-Rexhausen-Preis wird in diesem Jahr am 14. Juli 2012 auf dem CSD in München vergeben. Mehr Infos und Teilnahmebedingungen auf der Internetseite des BLSJ.


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