Schützenbruderschaft lädt nach: Keine homosexuellen Schützenkönigspaare mehr?

Die „Westfälischen Nachrichten“ berichten, dass der Bund der Historischen Deutschen Schützen künftig gemeinsame repräsentative Auftritte von gleichgeschlechtlichen Königspaaren verbieten will. Ein entsprechender Antrag der Diözesanverbände Paderborn und Münster soll der Mitgliederversammlung am Sonntag in Leverkusen vorgelegt werden. Damit haben die katholischen Hardliner mit rechter Hand die Waffen nachgeladen, nachdem sie es im letzten Jahr hatten aushalten müssen, dass der Schützenkönig Dirk Winter zusammen mit seinem Lebensgefährten aufgetreten war (S.i.e.g.T.-Bericht). In einem Beitrag der „Ruhr Nachrichten“ vom 10.8.2011 hatten damals mehrere Vorstände von lokalen Schützenvereinen die Debatte um einen schwulen Schützenkönig kritisiert. Der Verband habe ganz andere Probleme.
Natürlich (!) hat man beim Schützenbund nichts gegen Homosexuelle!
Sie sollen auch weiterhin Mitglied werden dürfen – nur eben nicht den König spielen – und wenn doch, dann mit Frau an der Seite! Als katholischer Verband sieht man die heterosexuelle Ehe als höherwertig an als die Lebenspartnerschaft.
Laut „Westfälische Nachrichten“ vom 6.3.2012 hat der Dachverband bundesweit 400.000 Mitglieder. Die Diözesen Paderborn und Münster, die den Antrag auf Verbot schwuler Auftritte des Schützenkönigs durchsetzen will,  stellen zusammen etwa 150.000 Schützen.


Das Buch zum Blog

Archiv

Kreuz-und-queer-Blog