Menschenrechtsorganisation berichtet von neuerlicher Gewaltwelle gegen (vermeintlich) Schwule und Lesben im Irak

Die International Gay and Lesbian Human Rights Commission (IGLHRC), eine Menschenrechtsorganisation mit Beraterstatus bei der UN, berichtet von einer „gezielten Tötungswelle“ („Wave of targeted killings“) im Irak gegen Menschen, die als schwul oder lesbisch betrachtet werden. Laut irakischen Aktivisten verbreite seit Februar 2012 eine unbekannte Gruppe Todesdrohungen gegen    „ehebrecherische“ Personen in der überwiegend von Shiiten bewohnten Gegend von Baghdad und Basra. Es würden Namen und Alter von Personen aufgelistet, denen vier Tage Zeit gegeben werde, ihr „Verhalten“ zu beenden. Sonst würden sie den Zorn Gottes spüren. Die Angaben, die gegenüber der IGLHRC gemacht wurden, sprechen von etwa 40 Menschen, die in Folge dieser neuen Gewalt gegen LGBT gekidnappt, gefoltert und umgebracht worden wären. Irakische Behörden hätten bislang nicht auf die Vorfälle reagiert, sie aber auch nicht öffentlich bestritten. Es wird vermutet, dass shiitische Milizen hinter den Gräueltaten stehen. Cary Alan Johnson, Geschäftsführer der IGLHRC, rief die irakische Regierung zum Eingreifen auf. In einem neuen Irak dürfte die Gewalt gegen (vermeintlich) Schwule und Lesben nicht toleriert werden.
(Quelle: PM IGLHRC)

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