Mark Morrisroe Ausstellung in der Villa Stuck

Der amerikanische Künstler und Fotograf Mark Morrisroe starb 1989 im Alter von nur 30 Jahren an Aids. Wenn sein beachtliches fotografisches Werk hierzulande überhaupt wahrgenommen wird, dann zumeist im Zusammenhang mit der Fotografin Nan Goldin. Beide gehörten zur „Boston School“, einer Gruppe von Fotografen, die in den achtziger Jahren ihr Leben und ihr soziales Umfeld in ‚quasi-dokumentarischen‘ Bildern festhielten. Auch Morrisroe dokumentierte sein Leben   in unzähligen (bearbeiteten) Polaroids und in Fotografien, den sogenannten „Sandwich-Prints“, für die er Negative in einem komplizierten Verfahren ineinanderkopierte. Morrisroes Leben ist, salopp gesagt, von Exzentrik, Drogen, Kunst, Punk, Homosexualität geprägt. Der Nachlass Morrisroes wurde von der Sammlung Ringier aufgekauft und befindet sich im Fotomuseum Winterthur. Die Ausstellung in der Münchner Villa Stuck ist die erste große Einzelausstellung in Deutschland seit Aufarbeitung seines Nachlasses. Der Katalog zur Ausstellung enthält u.a. auch einen Beitrag von Frank Wagner, der in der Berliner NGBK 1997 eine erste Retrospektive von Mark Morrisroes Werken kuratierte.
Ausstellung bis 28. Mai 2012: Museum Villa Stuck, Prinzregentenstr. 60, München, geöffnet: Di – So 11-18 Uhr; mehr Info: Internetseite der Villa Stuck
Abbildung: Mark Morrisroe: Self-Portrait (to Brent), 1982 / C-Print von Sandwich-Negativ, bearbeitet mit Retuschefarben und Marker, 50.5 x 40.5 cm; Privatsammlung Brent Sikkema © Nachlass Mark Morrisroe (Sammlung Ringier) im Fotomuseum Winterthur

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