Christopher Plummer: Oscar für „schwulen Vater“

Für seine Rolle in „Beginners“, als Vater, der sich nach dem Tod seiner Ehefrau dem Sohn (Ewan McGregor) gegenüber als schwul outet, wurde Christopher Plummers mit dem Oscar für die beste Nebenrolle ausgezeichnet. Im Januar hatte er für seine Darstellung bereits den Golden Globe erhalten. Mit 82 Jahren ist der Kanadier der älteste Schauspieler, der von der amerikanischen Academy of Motion Picture Arts and Sciences ausgezeichnet wurde. Entsprechend begann Plummers seine Dankesrede mit dem Satz an die Oscar-Statue: „Du bist nur zwei Jahre älter als ich, Schatz, wo warst du die ganze Zeit?“. Am Ende seiner Rede dankte er seiner Ehefrau Elaine Regina Taylor, mit der er seit über 40 Jahren zusammen ist.
Zwei weitere Oscars der wichtigsten Kategorien haben einen schwulen bzw. lesbischen Bezug:
Bei der 84. Oscar-Verleihung gab es den dritten Oscar als beste Schauspielerin für Meryl Streep für ihre Rolle als Margret Thatcher  in dem Film „Iron Lady“ – Regie führte dabei die lesbische Filmemacherin Phyllida Lloyd. Octavia Spencer gewann ihn für ihre Nebenrolle in „The Help“. Der wurde gedreht vom schwulen Regisseur Tate Taylor.
Die französische Stummfilm-Hommage „The Artist“ wurde als bester Film sowie in den Kategorien Beste Regie (Michel Hazanavicius) und Bester Darsteller (Jean Dujardin) ausgezeichnet. Bester fremdsprachiger Film wurde der iranische Beitrag „The Separation“, der letztes Jahr den Goldenen Bären der Berlinale gewonnen hatte. In dieser Kategorie war auch der belgische Film „Bullhead“ nominiert, in dem es eine schwule Nebenfigur gibt.

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