„Bei Tötungsdelikten zum Einsatz gekommen“ Carsten S. gesteht Beschaffung der Mordwaffe für rechte Terrorzelle

Anfang Februar wurde der 31-jährige Carsten S. festgenommen unter dem Verdacht, Beihilfe zu den von der rechtsextremen Zwickauer Terrorzelle verübten Morden geleistet zu haben. (S.i.e.g.T.-Bericht) Konkret soll er eine Schusswaffe beschafft haben. Seit heute nun scheint klar, dass die von Carsten S. beschaffte Waffe auch tatsächlich für die Morde benutzt wurde. „Spiegel Online“ berichtet, Carsten S. habe „umfangreich ausgesagt und die Beschaffung und Weitergabe der Ceska eingeräumt“. Dies wird in einer Erklärung des Anwaltes bestätigt:
„Unter anderem hat mein Mandant (…) wahrscheinlich zwischen Herbst 1999 und Frühjahr/Sommer 2000 eine Handfeuerwaffe samt Schalldämpfer an das ‚Trio‘ geliefert. Hierbei handelt es sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um besagte Ceska 83, welche wohl bei den später begangenen Tötungsdelikten zum Einsatz kam.“ (zitiert nach SpOn)
Zugleich wurde heute bekannt, dass die Aids-Hilfe Düsseldorf, für die Carsten S. unter anderem in der Arbeit mit schwulen Jugendlichen tätig war, das Arbeitsverhältnis beendet hat. Der Nachrichtenagentur dpa gegenüber bestätigte Generalbundesanwalt Range, dass in der Untersuchungshaft glaubhaft gemacht habe, dass er sich schon vor Jahren aus den rechtsextremistischen Kreisen gelöst habe.
Nachtrag: Bei der heutigen zentralen Gedenkveranstaltung in Berlin für die von Neonazis ermordeten Menschen sprach auch Semiya Simsek, Tochter des 9. September 2000 ermordeten türkischen Blumenhändler Enver Simsek. Sie sagte: „In unserem Land, in meinem Land, muss sich jeder frei entfalten können, unabhängig von Nationalität, Migrationshintergrund, Behinderung, Geschlecht oder sexueller Orientierung.“ (Video via Spiegel Online)

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