Finnland gönnt sich keinen schwulen Präsidenten (noch nicht)

Am Ende ist es eine klare Sache: Mit fast zwei Dritteln der Stimmen – so erste Hochrechnungen – wählten die Finnen heute den Konservativen Sauli Niinistö zu ihrem neuen Präsidenten. Sein Konkurrent, der Grünen-Politiker Pekka Haavisto, gratulierte Niinistö bereits zum Sieg. Allgemein wurde es als Erfolg verzeichnet, dass Haavisto überhaupt in die Stichwahl kam und ein Drittel der WählerInnen sich für ihn entschieden. Er ist nämlich der erste offen schwule Kandidat für das finnische Präsidentenamt. Er lebt mit   Antonio Flores, einem Mann aus Ecuador in einer registrierten Partnerschaft. Vor allem die rechtspopulistische Partei Wahre Finnen hatte gegen Homosexuelle und das Recht auf eine gesetzliche Partnerschaft Stimmung gemacht. Die „Süddeutsche“ schreibt unter Berufung auf „Beobachter“, dass vor allem „ältere Finnen ein Problem mit Haavistos Homosexualität hatten und sie sich darum für Niinistö entschieden“. Der 53-jährige Haavisto selbst wertete sein Abschneiden als Zeichen für ein offenes und tolerantes Finnland.
(Foto: Motopark/Wikipedia)

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