Neue Küsse! Filmwechsel im Mahnmal für die verfolgten Homosexuellen

Seit heute ist eine neue Filmsequenz im Berliner Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen zu sehen. Sie wurde realisiert nach einem von einer Jury ausgewählten Entwurf von Gerald Backhaus, Bernd Fischer und Ibrahim Gülnar. Der Schwarz-Weiß-Film zeigt in einer Endlosschleife nacheinander die Küsse mehrerer gleichgeschlechtlicher Paare, jeweils in anderen Umgebungen.
Nachfolgend einige Stills aus dem Film:

Die Küsse gehen ineinander über, so dass der Zuschauer einen Kuss von Paar zu Paar wandern sieht. Jedes Paar sieht sich dabei immer mit einem mal überraschenden, mal eher unangenehm wirkenden Moment der Beobachtung ausgesetzt. So küsst sich zu Beginn ein Frauenpaar in einer leeren U-Bahn und hält kurz inne, als eine Frau in den U-Bahn-Wagon zusteigt. Ein Männerpaar küsst sich vor einer Menschenmenge, die, so könnte man deuten, sich als jubelnde Menge eines Fußballspiels entpuppt.

Ein Paar wird von einem kleinen Jungen beäugt, der von der Mutter dann weggezerrt wird.

Ein Paar küsst sch im Treppenhaus und wird, wie es scheint, durch einen Türspion beobachtet.

Zuletzt wird ein sich küssendes junges Männerpaar von einem älteren Männerpaar beobachtet – das sich daraufhin auch küsst.


Nach etwa 2 Minuten beginnt der Film wieder von vorn. Komplett anschauen kann man ihn (zumindest im Moment noch) auf der Internetseite der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas.

Link: Kusswechsel! Gedanken zum Mahnmal für die verfolgten Homosexuellen


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