Rettet die Lederkneipen! BLUF startet Initiative

5 Mal Obst am Tag und 12 Mal pro Jahr in die Lederkneipe: Das Erste ist eine Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, das Zweite eine Empfehlung von BLUF, dem internationalen Breeches und Leder Uniform Fanclub. Zum Jahreswechsel hat BLUF eine Initiative gestartet, die helfen soll, eine angeblich im Schwinden begriffene lokale Lederszene (wieder) zu beleben. Nigel Whitfield, Webmaster von BLUF, greift im Blog des Clubs eine weit verbreitete Beschwerde der Fetish-Community auf:
Während zu großen Events und traditionellen Ledertreffen die Kneipen brechend voll sind, herrscht in den lokalen Lederbars am „normalen“ Wochenende gähnende Leere. Wegen fehlender Besucher musste eine Traditionskneipe wie das Eagle Tavern in San Francisco dichtmachen. Andere Kneipen, so Whitfield, lockerten zunehmend ihren Dresscode, um über die Runden zu kommen. Das Rauchverbot, die hohen Getränkepreise und das Internet werden als weitere Ursachen fürdie schwierige Lage der Lederkneipen benannt.
Als guten Vorsatz schlägt Whitfield deshalb vor, öfter mal den PC abends auszulassen, sich aufzuledern und der Lederkneipe vor Ort einen Besuch abzustatten. Mindestens 1 Mal im Monat, also 12 Mal im Jahr 2012. Die Lederkneipen sollten nicht nur Lokalitäten für spezielle Events ab und an sein, sondern Orte, wo man sich mit Gleichgesinnten treffen könne, wann immer man Lust dazu habe.
Links: Text der Initiative im Original: „Keep the leather scene alive“ via BLUF Blog. / Facebook-Gruppe

Steht es wirklich so schlimm um die Lederkneipen? Ist das Ganze nicht ein Problem der Großstädter, die meinen, alles müsse immer zur Verfügung stehen? Was haben die Lederkneipen selbst dazu beigetragen, wenn sie nicht mehr der Mittelpunkt sind? Und hat sich eine breite Fetisch-Idee nicht längst in allen Kneipen breitgemacht – und der dogmatische Leder-Begriff von Bluf ist halt eine Nische?

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