Personalia der Woche: Wer wieder Stellvertreter ist und wer sich mit einer Zeichnung entschuldigt

In den Personalia dieser Woche fragen wir uns, warum frau sich kurz vor Weihnachten von der Partnerin trennt, warum Internetradio sch… ist und warum ein Schwuler Wahlkampfstratege eines schwulenfeindlichen Politikers ist. Letztere Frage vor dem Hintergrund, dass Mobbing an einer amerikanischen Schule erneut einen schwulen Jugendlichen in den Tod getrieben hat …

Jacob Rogers, 18-jähriger Schüler in Ashland City, Tennessee, hat sich am Mittwoch selbst getötet – nachdem er jahrelang von Mitschülern malträtiert worden war.

Dan Savage, Joe Jervis und Andy Towle, die bekanntesten schwulen Blogger der USA, haben innerhalb von Stunden 5.000 Dollar an Spenden zusammengebracht, damit die Familie von Jacob Rogers die Kosten der Beisetzung zahlen kann.

Dunja Hayali, ZDF-Moderatorin, hat sich von ihrer Partnerin Mareike Arning getrennt.

Klaus Wowereit, Nicht-Regierender Bürgermeister Berlins, ist als stellvertretender Parteivorsitzender der SPD wiedergewählt worden.

Frank Görgen, Mr. Deaf Bear Germany 2010, ist gestorben.

Corny Littmann, Besitzer des Schmidt-Theaters in Hamburg und Ex-Päsident vom FC St. Pauli, im „Zeit“-Interview über seine Erfahrungen mit Nazis: „Als offen lebender Schwuler bin ich einer von deren Objekten, wie Türken oder Lesben auch. Ich habe schon viele Hassbriefe bekommen oder war als Fußballpräsident rassistisch geprägten Äußerungen von gegnerischen Fans ausgesetzt. Aber zum Glück wurde ich noch nie Opfer von Gewalt.“

Frank Nußbaum, 47-jähriger Bürokaufmann, ist dem Sicherheitsdienst von Bayer 04 Leverkusen zu schwul.

Markus Leitzbach, Moderator vom Internetradio „Pride1“, bringt es auf den Punkt: „Internetradio ist scheisse“. Allerdings, liebe Radiomacher, schreibt sich „Scheiße“ immer noch mit „ß“. Als Musiktipp fürs Programm:

Owen Duff, britischer Musiker, hat seine EP „Realityicide“ mit 7 Songs veröffentlicht.

Karl Lagerfeld, Modemacher, macht zwar für Breuninger Mode, hatte aber bei der „Wetten, dass?“-Sendung keine Ahnung, was Breuninger ist. Als Entschuldigung hat er ein Bildchen gemalt.

Midniter und Apollo, schwule Superhelden im DC-Universum, dürfen auch in der neuen Version von „Stormwatch“ den einen oder anderen nicht allzu anzüglichen Moment der Zärtlichkeit haben (Bild oben / Vorschau #4 via CBR).

Richard Branson, Unternehmer (Virgin), kritisiert Nigerias homosexuellenfeindliche Gesetze.

Candace Jones-Gingrich, lesbische Halbschwester des möglichen republikanischen Präsidentschaftskandidaten Newt Gingrich, würde Obama wählen.

Tony Fabrizio, Wahlkampf-Stratege des schwulenfeindlichen Republikaner-Kandidaten Rick Perry, wurde von konservativen Schwulen der USA geoutet – aus Ärger über einen schwulenfeindlichen Videoclip Perrys. (Wie es heißt, soll Fabrizio den Video als „verrückt“ abgelehnt haben.)

Neil Patrick Harris, Schauspieler, entschuldigt sich für Witz über Transsexuelle.

Elio di Rupo, belgischer Politiker, ist nun endlich und wirklich Premierminister.

UnterstützerInnen

Hillary Clinton, US-Außenministerin, hat vor UN-Diplomaten in Genf aus Anlass des Tages der Menschenrechte das Engagement der USA im Kampf gegen die Diskriminierung von Schwulen und Lesben betont. Die gesamte Rede bei YouTube (in Englisch). Zuvor hatte

Barack Obama, US-Präsident, die Behörden seines Landes aufgefordert, mehr gegen die Diskriminierung von Schwulen und Lesben zu unternehmen.

Ewan McGregor, Schauspieler, ist die sexuelle Orientierung egal.

Madonna, Sängerin, wird die Halbzeitpause beim nächsten Superbowl im Februar bestreiten.

Sabine Bernard, Regisseurin des Films „Romeos“, hat ihrem Ärger über die Einstufung der FSK – ab 16 – in einem offenen Brief Luft gemacht.

 

1 Response to “Personalia der Woche: Wer wieder Stellvertreter ist und wer sich mit einer Zeichnung entschuldigt”


  1. 1 bajazbasel Dezember 10, 2011 um 10:42 pm

    Wieso hängen die Deutschen immer noch an ihrem scheiss SZ?


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