SPD-Parteitag für Eheöffnung und volles Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare

Auf ihrem heute zu Ende gegangenen Parteitag hat sich die SPD für eine Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare ausgesprochen. Ansgar Dittmar, Bundesvorsitzende der Lesben und Schwulen in der SPD (Schwusos), begrüßte die Entscheidung und sprach von einem „deutlichen Zeichen für die vollständige Gleichstellung von Lesben und Schwulen in der Gesellschaft“. Es gäbe „heute keine Legitimation mehr für die beiden parallel laufenden Institute der Ehe und der Lebenspartnerschaft“.
Freuen dürfte sich Ansgar Dittmar auch darüber, dass  die Sozialdemokraten schon am Wochenende  die Schwulen und Lesben in der Partei ein bisschen aufgewertet haben. Bislang ein Arbeitskreis sind die Schwusos künftig eine Arbeitsgemeinschaft. Damit können sie künftig – auf Einladung! – auch an Sitzungen des Parteivorstandes teilnehmen. Stimmrecht haben sie nicht.
Im Leitantrag „Familienland Deutschland“, den die Parteitagsdelegierten beschlossen, findet sich auch eine Position zum Adoptionsrecht: „Gleichgeschlechtliche Paare brauchen dieselben Adoptions- und Sorgerechte wie heterosexuelle Väter und Mütter.“ Familie sei dort, „wo Menschen dauerhaft Verantwortung füreinander übernehmen. Dazu gehören Paare – ob mit oder ohne Kinder und Trauschein – ebenso wie Alleinerziehende, Patchwork- und Regenbogenfamilien sowie Menschen, die für ihre pflegebedürftigen Eltern sorgen“. (PDF)
Bislang können verpartnerte Paare nur in der sogenannten Stiefkindadoption ein Kind des Partners, aber keine „fremden“ Kinder adoptieren.

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1 Response to “SPD-Parteitag für Eheöffnung und volles Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare”


  1. 1 Harald Dezember 7, 2011 um 7:13 am

    Die SPD stellt sich auf dem Parteitag demonstrativ hinter ihre Führung. Nur in der K-Frage hat die Partei ein Problem: Umfragefavorit Steinbrück konnte das Herz der Delegierten nicht erreichen. Wie lange hält sein Bündnis mit Gabriel und Steinmeier? So schreibt der Spiegel. Und er hat recht damit, die SPD ist wieder dabei, sich mit ihren Spitzenkandidaten zu verzetteln. Das kostet sie wieder die Mehrheit in der nächsten Bundestagswahl.


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