Verbot aufgehoben: Schwule Männer können wieder Blut spenden – in Großbritannien

Das britische Gesundheitsministerium hat heute offiziell das Verbot der Blutspende von schwulen Männern in England, Wales und Schottland aufgehoben. Es war in den achtziger Jahren im Inselstaat als Reaktion auf den Ausbruch der Aids-Epidemie eingeführt worden. Künftig sollen „nur“ Männer kein Blut spenden können, die innerhalb eines Jahres analen oder oralen Sex mit einem anderen Mann hatten. Mit oder ohne Kondom spielt dabei keine Rolle. Damit solle das Risiko, dass eine in diesem Zeitraum erfolgte Infektion nicht durch den HIV-Test entdeckt würde, verringert werden. In einem Bericht der „Huffington Post UK“ wird Dr Lorna Williamson, Direktorin von NHS Blood and Transplant, mit der Aussage zitiert, dass seit 2002 keine HIV-Infektion aufgrund von Bluttransfusion nachweisbar war.
In Deutschland werden schwule Männer weiterhin pauschal unter Generalveracht gestellt und sind von der Blutspende ausgeschlossen.

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