Personalia der Woche: Wer Muster-Papa sein will und wer keinen Bock mehr hat

Was nun gar nicht geht, ist, sich sonntags zu outen, wo die Personalia doch samstags auf dem S.i.e.g.T.-Blog veröffentlicht werden, werter Zachary Quinto! Und warum? Weil samstags der gute Tag zum Schwulsein ist. Da hat wer mein erstes Büchlein nicht gelesen. Hoffentlich liest er das zweite! Ähm, worum ging es nochmal? Ach ja, die Personalia dieser Woche – mit einem Wirt, der ein Szenelokal schließen muss, einem Aktivisten, der nicht mehr möchte, einer tapferen Aktivistin aus Uganda und einer Kämpferin für Menschenrechte, die für den Papst das missliche N-Wort gebraucht hat.

David Scholz ist der neue fränkisch-bayerische Mr. Bär.

Fridolin „Friedl“ Steinhauser, Wirt, schließt nach 37 Jahren die Pforten der Teddy Bar in München.

Manfred Edinger, Psychologe, hielt eine der Reden zum 25-jährigen Jubiläum des SUB München.

Hape Kerkeling, Entertainer, hat nichts gesagt.

Kay Ray, Entertainer, kann auch Papa.

Michael Kauch, FDP-Politiker, findet die Kürzungen bei der Antidiskriminierungsstelle nicht so wild. Wild fände man bei der FDP wahrscheinlich höchstens eine Kürzung der Lobby-Geschenke ans Hotelgewerbe.

Zachary Quinto, Schauspieler (Foto oben), freut sich über die Unterstützung, die er für sein Coming-out erhalten hat.

Dan Kloeffler, ABC-Nachrichtensprecher, inspirierte Quintos Coming-out zum eigenen Coming-out.

Kasha Nabagesera, Menschenrechtsaktivistin, erzählt im Interview Trauriges aus ihrem Heimatland Uganda: „Die Sicherheitskräfte verhaften mich immer wieder, um mich einzuschüchtern, die Leute beschimpfen mich auf der Straße, man zeigt mit dem Finger auf mich. Die Ungewissheit, ob man am nächsten Tag noch am Leben ist, ist beklemmend.“

Nikolai Aleksejew, Organisator des Moskauer CSD, will nicht mehr weitermachen.

Nikolai Baev soll an seiner Stelle die Organisation führen, Alexander Naumchik Proteste organisieren, berichtet Norbert Blech auf queer.de.

S.i.e.g.T.-Berichte in dieser Woche über die traurige Selbsttötung von Jamie Hubley und die Verhaftung Michalis Sarris.

Tendenziöses Zwischenreich

Cliff Richard, Sänger, hat sich für die gleichgeschlechtliche Ehe ausgesprochen: „Ich sehe keinen Grund, warum es keine Heirat für Homosexuelle geben sollte.“

Unterstützer

Susan Sarandon, Schauspielerin, hat den Papst als Nazi bezeichnet.

Festus Mogae, Ex-Ministerpräsident von Botswana, hat sich dafür ausgesprochen, Homosexuelle in seinem Land nicht länger zu kriminalisieren.

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