Ex-Finanzminister der Republik Zypern im türkischen Nordzypern wegen „unnatürlichem Akt“ verhaftet

Michalis Sarris, früherer griechisch-zypriotischer Finanzminister, und zwei Männer im Alter von 17 bzw. 29 Jahren sind letzte Woche im von der Türkei kontrollierten Teil der Insel festgenommen worden. Nach Angaben von „Cyprus Mail“ wurden sie bei einer Razzia der türkischen Polizei in einem Haus  im nördlichen Teil von Nikosia verhaftet. Man habe die Männer bei einem „unnatürlichen Akt“ ertappt. Im Bericht von Marcus Bey für den „Standard“ heißt es unter Berufung auf den Anwalt Sarris, dieser habe sich „lediglich für 20 Euro massieren lassen“.
In Nordzypern steht Homosexualität immer noch unter Strafe und kann mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden. Erst im Juli sind, nach Angaben von „LGBT Asylum News“,  zwei Männer unter Vorwurf „unnatürlichen Geschlechtsverkehrs“ verhaftet worden. Die Initiative Gegen Homophobie beschuldigt die Medien Nordzyperns ein Klima des Hasses gegen Homosexuelle zu schüren.
Im Falle Sarris‘ hat das Ganze auch eine politische Dimension. Er leitet für die UN eine Verhandlungsgruppe Wirtschaft im Rahmen der Gespräche über eine Wiedervereinigung der Insel. Sarris ist nach wie vor in Haft.


Das Buch zum Blog

Archiv

Kreuz-und-queer-Blog