Personalia der Woche: Wer wegen einer Frau abserviert wird und welcher Country-Star uns unterstützt

In Folge der durch die deutsche Einheit vollzogenen Rechtsangleichung zwischen BRD und DDR wurde letztlich 1994 auch der §175 endgültig aus dem westdeutschen Gesetzbuch gestrichen.  Schon das ein Grund, sich an diesem Wochenende über die Einheit zu freuen. In den Personalia geht es um heutige Themen: Schwule Präsidentschaftskandidaten, schwule Fußballfans, schwule Regisseure und Sänger – und um unsere Unterstützer. Darunter jetzt auch sehr explizit eiin berühmter US-Country-Star, der auch schon mal durch ganz andere Töne aufgefallen ist.

Claus Nachtwey, Referent im 1989 bundesweit ersten Fachbereich Gleichgeschlechtliche Lebensweisen (Berlin), geht in Pension. „Ich will mich erst mal wieder stärker um meine privaten Interessen, auch um meine Lebenspartnerschaft, kümmern“, sagt er im Gespräch mit Hans-Hermann Kotte auf „Berlin Online“.

David Bertsch, Sprecher vom schwul-lesbischen FC Zürich-Fanclub Letzi Junxx in der Schweiz, sieht im Interview mit der „NZZ“ die Dinge rund: „Wir haben Zuspruch selbst von den Ultras erfahren.“

Für Mark Medlock, Sänger, läuft es nicht so rund. Erst gab es Toiletten-Ärger im Flugzeug, dann wurde er von Bohlen abserviert. Wegen einer Frau!!!

Roland Emmerich, Regisseur, hat endlich auch in den Medien Frieden mit seinem Schwulsein gemacht: „Früher hat keiner gewusst, dass ich schwul bin, heute ist mir das wurscht“, erzählte er dem „Focus“.

Olli Krönung und Olaf Trägler, schwules Paar aus Fulda, erzählen der „Fuldaer Zeitung“ über zehn Jahre Lebenspartnerschaft. Es sei kein politisches Zeichen gewesen: „Für mich ganz persönlich hieß das, ich bin nun verheiratet, unter der Haube, weg vom Markt.“

David Norris, irischer Politiker, der sich wegen des Vorwurfs, einen Pädophilen unterstützt zu haben, aus der Präsidentschaftswahl zurückgezogen hatte, tritt nun doch wieder an.

John Amaechi, ehemaliger Basketball-Spieler, unterstützt ein HIV-Präventionsprogramm für in Großbritannien lebende Afrikaner.

Tendenziöses Zwischenreich

James Buchanan, US-Präsident von 1857-1861, war möglicherweise Amerikas erster schwuler Präsident. Das „National Gay History Project“ erinnert daran und bezieht sich auf bereits 2000 geäußerte Vermutungen des Historikers James Loewen. (Bei Wikipedia steht es auch.)

Unterstützer

Joe Biden, US-Vizepräsident, hat verurteilt, dass auf einer Veranstaltung der Republikaner ein schwuler Soldat ausgebuht wurde.

Toby Keith, Country-Sänger, unterstützt das Recht auf gleichgeschlechtliche Ehe. Schwule in der Armee findet er nicht so toll, aber „solange sie alle bereit zum Töten sind, um Menschen zu schützen … nehmt sie doch“.

Die Kampagne „I Do“ wirbt um Unterstützung für die gleichgeschlechtliche Ehe in Australien. Am Ende des Spots sagt ein Vater, der den Arm um die Schultern seines Sohnes gelegt hat (Foto oben): Ich möchte 100 Prozent gleiche Rechte für meinen Sohn! Und das beinhaltet auch das Recht, ‚Ja, ich will!‘ sagen zu können.“

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