Wahlen in Berlin: Wowereit schwächelt, aber bleibt Bürgermeister – FDP gehen unter, Piraten erbeuten Einzug ins Abgeordnetenhaus

Bei den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus wurde die SPD mit dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit zur stärksten Partei gewählt, allerdings mit leichten Verlusten – sie bleibt unter 30%. Zulegen um etwa 2% konnte die CDU unter Frank Henkel. Sie wird zweitstärkste Kraft in der Landeshauptstadt. Um etwa 5% legten die Grünen mit Kandidatin Renate Künast zu, verfehlten aber ihre selbstgesteckten Wahlziele damit deutlich. Die Linke, bislang Koalitionspartner der SPD in Berlin, verlor um 5%. Erstmals in einem deutschen Parlament vertreten ist künftig die Piratenpartei, die 9% errang. Ein Desaster gab es für die FDP, die möglicherweise nicht einmal mehr 2% der abgegebenen Wählerstimmen erreichen konnte.
Die bisherige rot-rote Regierung hat keine Mehrheit mehr. Klaus Wowereit könnte künftig mit Grünen oder der CDU regieren, wobei er vor den Wahlen eine Präferenz für ein rot-grünes Bündnis hat erkennen lassen. Die Mehrheit im Abgeordnetenhaus könnte aber eine recht knappe werden. Die Wahlbeteiligung lag bei 60,5%.

Vorläufiges Ergebnis (laut Landeswahlleiterin): SPD 28,3 (48 Sitze) / CDU 23,2% (39 Sitze) / Grüne 17,6% (30 Sitze) / Linke 11,7% (20 Sitze) / Piraten8,9% (15 Sitze) / FDP 1,8% (-) (Aufgrund dreier Überhangmandate wird das neue Berliner Abgeordnetenhaus 152 statt 149 Sitze haben.)

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