„Öffentliche Anstiftung zu Straftaten“ Islamistischer Hassprediger angeklagt

Gegen den islamistischen Prediger Ibrahim Abou-Nagie ist Anklage erhoben worden. Die Kölner Staatsanwaltschaft wirft ihm Volksverhetzung, „öffentlichen Aufruf zu Straftaten und die Störung des religiösen Friedens“ vor. Bei einer Durchsuchung wurden zahlreiche Filme und anderes Beweismaterial beschlagnahmt. In Videos gebe Abou-Nagie „Empfehlungen“, die Gewalt legitimierten – bis zur Vernichtung Andersgläubiger, so zitiert die „taz“ Oberstaatsanwalt Rainer Wolf. Er verherrlicht den „Heiligen Krieg“ (Dschihad) und den Märtyrertod und stellt die Scharia über die weltlichen Gesetze. Nach seiner Auslegung des Korans steht auf Homosexualität die Todesstrafe.
Abou-Nagie gilt, so schreibt die „taz“, „als einer der führenden Personen des deutschen Salafismus, der am schnellsten wachsenden radikalen Strömung innerhalb des Islam“. Er soll einem Netzwerk „Die wahre Religion“ vorstehen, das vom Verfassungsschutz beobachtet wird.  Im Oktober 2010 war ein geplantes „Islam Seminar“ in Berlin-Neukölln, an dem auch Ibrahim Abou-Nagie predigen sollte, nach Protesten, u.a. vom LSVD, abgesagt worden.

Advertisements

Das Buch zum Blog

Archiv

Kreuz-und-queer-Blog