„Wenig Gutes zu erwarten“ – HuK zum Besuch von Josef Ratzinger in Deutschland

In drei Wochen wird der Führer der katholischen Kirche, Josef Ratzinger, Deutschland besuchen. Während Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit sich in der Rolle des verzückten Gastgebers gefällt und sich über die Gnade einer Privataudienz freut, ruft ein vom LSVD Landesverband Berlin-Brandenburg initiiertes Bündnis zu Protesten gegen den Papst auf. Dem Bündnis gehört auch die Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) an. In einer Pressemitteilung fordert sie Josef Ratzinger auf, „Fehlentwicklungen der Kirchengeschichte zu korrigieren und die Menschen, denen die römisch-katholische Kirche Unrecht getan hat, um Entschuldigung zu bitten“.
Der Papst sei in Deutschland willkommen, „leider können katholische Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans* und alle, die anders leben als die Mehrheit, von ihm wenig Gutes erwarten. Als einer der wichtigsten katholischen Theologen unserer Zeit hält er an einer Sexualmoral fest, die Angst macht und wenig menschenfreundlich ist.“
Kritisiert wird u.a., dass sich der Vatikan „mit fundamentalistischen Regimes und Unrechtsstaaten“ verbünde, um gegen die Durchsetzung der Menschenrechte von Homosexuellen zu agieren. Zudem wird gefordert, dass die römisch-katholische Kirche staatliche Gesetze beachtet. „Das gilt vor allem für Antidiskriminierungsgesetze.“ Eine Anspielung darauf, dass die Kirchen im Arbeitsrecht rechtsfreie Räume bilden und von den Regelungen zur Antidiskriminierung explizit vom Gesetzgeber ausgenommen sind. Kirche müsse glaub-würdig sein.
Die Mitglieder der HuK, so heißt es zum Schluss, „wünschen eine lebendige und offene Kirche, in der Menschen mit verschiedenen Lebenserfahrungen zu Hause sind und sich engagieren“.

Links: Internetseite HuK / Internetseite Protest-Bündnis „Der Papst kommt“

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1 Response to “„Wenig Gutes zu erwarten“ – HuK zum Besuch von Josef Ratzinger in Deutschland”


  1. 1 satirgay September 2, 2011 um 7:02 am

    Irrgläubige – Phantasten – Träumer !!!


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