Personalia der Woche: Wer sich streitet und wer den Plattenvertrag in der Tasche hat

Es ist ja immer eine Frage der Sichtweise: Halbvoll, halbleer, halbschwul, halbhetero – im deutschen Blätterwald herrscht Uneinigkeit über den „Erfolg“ von 10 Jahren Lebenspartnerschaft, im Puppenwald herrschen unterschiedliche Vorstellungen von sexueller Identität und Männerfreundschaft. Die Personalia dieser Woche …

Dirk Winter, schwuler Schützenkönig in Münster, erhält in der Debatte um seine Teilnahme an einem Bundesschützentreffen Internet-Rückendeckung.

Paola Concia, italienische Politikerin und Abgeordnete der oppositionellen Demokratische Partei (PD), hat sich in Frankfurt mit ihrer deutsche Lebensgefährtin verpartnert – was sogleich Kritik in Italien auslöst.

Anthony John Makk, seit sieben Jahren mit dem Amerikaner Bradford Wells verheirateter Australier, erhält keine Aufenthaltsgenehmigung und soll die USA verlassen. Eine gleichgeschlechtliche Ehe wird von der amerikanischen Einwanderungsbehörde nicht akzeptiert.

Ernie und Bert, männliches Puppen-Freundespaar aus der „Sesamstraße“, dürfen nicht heiraten und haben auch, wie die Macher erneut und wahrscheinlich abermals erfolglos klarstellten, „keine sexuelle Ausrichtung“. Schade auch!

Elmar Kraushaar, Journalist, hegt Zweifel an der Mär vom Erfolg der „Homo-Ehe“:  „Unter dem medialen Dauerbeschuss mit Bildern glücklicher Homo-Paare gehen all die, die anders leben, unter – und werden plötzlich wieder zu einem Versteckspiel und Doppelleben gezwungen, wie man es längst überholt glaubte.“

Rosa von Praunheim, Filmemacher, findet Kraushaars Kritik zu negativ: „Es gibt so viele Menschen, prominent oder nicht, die dazu beigetragen haben, dass Homosexuelle in Deutschland akzeptiert werden, mehr als jemals zuvor. Elmar Kraushaar ist einer von ihnen, auch wenn er sich dafür scheinbar hasst.“

Michael O’Brien und Anthony Gillespie, Paar einer australischen Safer Sex Kampagne (Foto), werden Pflegeeltern eines 9-jährigen Jungen.

Der Brighton & Hove Gay Men’s Chorus hat einen Plattenvertrag mit Universal Records abgeschlossen – schätzungsweise der erste eines schwulen Chores bei einem großen Plattenlabel. Und wir würden dem bärtigen Herren im Video vielleicht keinen Vertrag, aber allemal ein „Woof“ geben (in vielen Tonlagen).

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