„Zum Schutz der schwachen Frauen“ Französisches Parlament lehnt gleichgeschlechtliche Ehe ab

Mit 293 zu 222 Stimmen hat das französische Parlament einen Antrag der oppositionellen Sozialisten abgelehnt, die gleichgeschlechtliche Ehe einzuführen. Bislang können Homosexuelle sich über den Pacte civil de solidarité (Pacs) verpartnern. Vor kurzem hatte das Verfassungsgericht des Landes entschieden, dass ein Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe verfassungskonform sei, aber darauf hingewiesen, dass der Gesetzgeber sie ermöglichen könne. Die konservative Mehrheit (UMP) in Frankreich will dies aber nicht. In der Debatte wurde von deren Redner Michel Diefenbacher – laut Nachrichtenagentur AFP – als Argument angeführt, die Ehe dürfe nicht angetastet werden, weil sie „dem Schutz der Schwächsten, beginnend bei der Frau“ diene. Christian Vanneste, ebenfalls UMP, nannte homosexuelle Beziehungen eine „anthropologische Abweichung“.
„Spiegel Online“ führt eine Umfrage des Fernsehsenders Canal Plus an, nach der sich im Januar 58 Prozent der Franzosen für gleichgeschlechtliche Ehen ausgesprochen hatten.

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1 Response to “„Zum Schutz der schwachen Frauen“ Französisches Parlament lehnt gleichgeschlechtliche Ehe ab”


  1. 1 Thommen Juni 20, 2011 um 3:31 am

    Wir sollten stärker berücksichtigen, dass die Homosexualitäts-Rechte nicht nur für Schwule eine erweiterte Handlungsfreiheit bedeutet, sondern auch für heterosexuelle Männer! Und da beginnt sofort die Opposition der Frauen. Da sind sie eben nicht mehr „Verbündete“ 😛


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