Münchner Stadtrat stimmt über Denkmal für von den Nazis verfolgte Homosexuelle ab

Wie die „Süddeutsche“ berichtet, zeichnet sich parteiübergreifend eine Zustimmung für ein neues Denkmal in der bayrischen Landeshauptstadt ab. Neben  SPD, Grünen und Rosa Liste will wohl auch die CSU im zuständigen Kulturausschuss ihr Placet geben. Künftig soll am Oberanger daran erinnert werden, dass hier am 20. Oktober 1934 mit einer Razzia im Schwulenlokal „Schwarzfischer“ die organisierte Homosexuellenverfolgung in Bayern begann und Teil der reichsweit einsetzenden Verfolgung von Schwulen wurde.(S.i.e.g.T.-Bericht vom 19. Oktober 2010.)
85.000 Euro sind, laut Zeitungsbericht, für das Denkmal eingeplant. Noch im Sommer soll ein Kunstbewerb ausgeschrieben werden. Auch die leidige Frage, ob das Denkmal nur an Schwule erinnern soll, wurde anscheinend geklärt: „Die systematisch verfolgten Männer werden in Fokus stehen, wie Initiator Niederbühl und die Grünen-Fraktionschefin Lydia Dietrich sagen, Lesben würden aber nicht ausgeklammert. Ungeklärt ist hingegen, ob trotz der Bedenken des Baureferats künftig Gedenkveranstaltungen am Oberanger stattfinden dürfen.“

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