Schwule Welt: Schwieriger Kampf für gleiche Rechte in Osteuropa – und anderswo

Aus osteuropäischen Ländern kommen derzeit fast nur Meldungen über verbotene oder durch Gewalt verhinderte Demonstrationen von Schwulen und Lesben. Erfreuliches gibt es aus St. Petersburg. Auch Nachrichten aus Finnland, Polen und Kuba drehen sich um den Kampf für gleiche Rechte.

In St. Petersburg haben rund 150 LGBT-Aktivisten und Unterstützer eine Aktion zum Internationalen Tag gegen Homophobie mit Billigung der Behörden durchführen können. Sie ließen 300 bunte Luftballone in den Himmel steigen, um auf ihre Forderung nach gleichen Rechten aufmerksam zu machen. (Nachricht und Foto via Facebook)

In Montenegro wurde der für Ende Mai geplante CSD nach homophober Gewalt abgesagt.

In Moskau wurde eine Lesben- und Schwulenparade erneut verboten. Die Sicheerheit der sexuellen Minderheit könne nicht garantiert werden. Damit zeigt sich Moskau unbeeindruckt von einer Verurteilung durch den Europäischen Menschenrechtsgerichtshofs wegen der diskriminierenden Demonstrationsverbote.

In Minsk sind 15 Teilnehmer eines Flashmobs zum Tag gegen Homophobie vorübergehend festgenommen worden.

In Helsinki wurden drei Männer, die im letzten Sommer einen Tränengas-Anschlag auf die CSD-Parade verübten, zu jeweils vier Monaten Haft auf Bewährung und zur Zahlung einer Entschädigung von 25.000 Euro verurteilt.

In Havanna gab es am Wochenende einen Marsch zur Unterstützung der Rechte von Lesben und Schwulen mit rund 300 Teilnehmern – angeführt von Mariela Castro, Tochter des kubanischen Präsidenten Raul Castro.

In Polen hat die Partei „Bündnis der demokratischen Linken“ (SLD) ein Lebenspartnerschaftsgesetz ins Parlament eingebracht, doch angesichts der Ablehnung der regierenden, rechts-liberalen „Bürgerplattform“ (PO) hat es faktisch keine Chance.

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