Philipp Lahm will, dass es auch wirklich jeder schwule Fußballer weiß: Nicht outen!

Philipp Lahm zählt zu den Klugen unter den Fußballern, er ist preisgekrönt homofreundlich und meint es bestimmt gut. So ganz echt und wirklich. Was ihn bewogen hat, sich neuerlich in den merkwürdigen Kanon der warnenden Stimmen einzureihen, darüber muss man rätseln. Im Interview mit der „Bunten“, dann verbreitet in diversen Medien als Nachrichtenagenturmeldung, rät er schwulen Fußballer vom Outing ab. „Für denjenigen, der es tut, würde es sehr schwer werden. Ein offen schwuler Fußballer würde Schmährufen ausgesetzt sein.“
Die Debatte um homosexuelle Fußballer, die ohnehin eine Farce ist, wird immer mehr zu einem absurden Gelaber, wer was glaubt. DFB-Chef Zwanziger verspricht sich outenden  Fußballern Unterstützung, Nationalelf-Trainer Bierhoff sieht in einem „Tatort“-Krimi zum Thema einen Anschlag auf die Nationalelf und Ex-Trainer Rudi Assauer schmeißt nicht nur schwule Masseure raus, er orakelt auch, schwule Fußballer würden „plattgemacht“. Jemand, der seiner Ehefrau in der Öffentlichkeit ins Gesicht schlägt, wird es wohl wissen.

3 Responses to “Philipp Lahm will, dass es auch wirklich jeder schwule Fußballer weiß: Nicht outen!”


  1. 1 Marcus Mai 27, 2011 um 8:37 pm

    Aus welchen Reihen kommen denn die „Schmährufe“, wie sie Herr Lahm benennt? Sie kommen von antiquierten Männerbildern, die dem Heldenmythos von gestern entsprechen. Wenn ein Fußballspieler preisgibt, wie er privat lebt, dann darf er das. Vielleicht bekommt Herr Lahm auch Schmährufe über seine diskriminierende Haltung gegenüber Homosexuellen.

  2. 2 Schlafzimmer Juni 8, 2011 um 8:53 am

    Hää verstehe ich nicht! Idealismus ist ja schön und gut, wenn man sagt: ey wenn jemand schwul ist, soll er es ruhig sagen.
    Aber die Realität sieht anders aus, fussball ist eine hetero testosteron domäne. Ich meine, ich hab nix dagegen, wenn schwule sich outen, aber es gibt trotzdem genug idioten, die die verarschen. Ich finde Phillipp Lahm hat vollkommen recht.
    Natürlich wäre es vielleicht auch zeit, dass ein fussballer einen anfang macht und somit ein Zeichen setzt.


  1. 1 Die Homophobie des Philipp Lahm | Steven Milverton Trackback zu Mai 20, 2011 um 6:21 pm
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