Gericht weist Klage Amerells gegen Kempter ab

Der ehemalige Schiedsrichterbetreuer Manfred Amerell ist mit seiner Klage gegen den Fifa-Schiedsrichter Michael Kempter vor dem Landgericht Hechingen unterlegen. Amerell hatte auf 150.000 Euro Schadensersatz geklagt, weil Kempter in Interviews sexuelle Belästigungen durch Amerell geschildert hatte. Amerell betonte stets, dass es sich um einvernehmliche Handlungen gehandelt habe und sah durch die Veröffentlichungen seine Persönlichkeitsrechte verletzt.
Richter Alexander Meinhof sagte, laut „Südwestpresse“, Kempter könne kein Vorwurf gemacht werden, denn es sei Amerell gewesen, der „die Berichterstattung eröffnet“ und Kempters Namen öffentlich gemacht habe. Kempter habe nur reagiert. Zudem wies das Gericht darauf hin, dass die sexuellen Kontakte, unabhängig ob einvernehmlich oder erzwungen, nicht mit Amerells Amt vereinbar gewesen seien.
Amerells Anwalt kündigte Berufung an, Kempters Anwalt äußerte die Hoffnung, dass der 28-Jährige bald wieder als Schiedsrichter arbeiten kann. Der DFB hat Kempter bis zur Klärung der Vorfälle suspendiert.

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