Jörg van Essen spricht sich für Birgit Homburger aus – die in Ba-Wü homofeindliche Politik duldete

Der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP- Bundestagsfraktion, Jörg van Essen, hat sich in einem Radio-Interview für den Verbleib von Birgit Homburger an der Fraktions-Spitze ausgesprochen. Sie habe in den vergangenen anderthalb Jahren hervorragende Arbeit geleistet. Am morgigen Dienstag soll über eine neue (alte) Führung der FDP-Bundestagsfraktion entschieden werden, bevor sich die Liberalen am Freitag in Rostock zum Parteitag treffen. Homburger ist innerhalb der Partei umstritten. Am Wochenende war sie nur knapp als Vorsitzende des FDP-Landesverbandes in Baden-Württemberg bestätigt worden.
Jörg van Essens Parteinahme für Homburger muss ein wenig überraschen, denn Homburger ist als Landesvorsitzende maßgeblich mitverantwortlich dafür, dass unter der CDU-FDP-Regierung das schwäbische „Musterländle“ zum Schlusslicht in Sachen rechtliche und gesellschaftliche Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben herabgesunken ist. In Sachen Eingetragene Partnerschaft waren homosexuelle Paare mit „liberaler“ Duldung zum Abzocken durch willkürliche Gebührensätze in den verschiedenen Bezirken des Landes freigegeben. Der Lesben- und Schwulenband hatte der Landesregierung eine „aktiv homosexuellenfeindliche“ Politik bescheinigt. Geduldet von der Landesvorsitzenden Birgit Homburger. Von der schwäbischen FDP gab es in der gesamten Regierungszeit keinerlei Ansatz zur Verbesserung der Situation von Lesben und Schwulen. Birgit Homburger in der Fraktionsführung ist jedenfalls ein deutliches Zeichen, dass die FDP nach wie vor nicht die Bürgerrechtspartei ist, für die sie sich so gerne ausgibt. Schade, dass Jörg van Essen dies unterstützt.

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