Nicht willkommen! – Badische Landeskirche lässt homosexuelle Pfarrer ihre Abneigung spüren

Auf ihrer Frühjahrstagung in Bad Herrenalb konnte die badische evangelische Landessynode keine klare Regelung zum Zusammenleben gleichgeschlechtlicher Paare in einer Dienstwohnung finden. Hintergrund ist das von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) beschlossene Pfarrerdienstrecht, das homosexuellen Pfarrern „ein familiäres Zusammenleben“ mit ihrem Partner erlaubt. Dem müssen jedoch die Landessynoden zustimmen. Und in der badischen, die immerhin 1,3 Millionen Menschen protestantischen Glaubens vertritt, regt sich massiver Widerstand. Am Sonntag ging die Synode auseinander, ohne einen Konsens in der Haltung zur Homosexualität gefunden zu haben. Weder in der Interpretation von Bibelstellen, die praktizierte Homosexualität ablehnen, noch in der Einschätzung humanwissenschaftlicher Erkenntnisse habe man sich verständigen können, zitiert „SWR“ Pfarrer Theo Breisacher, den Vorsitzenden des Hauptausschusses. „Wir können nicht nach Mehrheiten über die Interpretation der Bibel abstimmen“, sagte Synodalpräsidentin Margit Fleckenstein laut dem „Reutlinger General Anzeiger“. Am Ende entschied die Synode, dass künftig der Oberkirchenrat entscheidet, ob in Einzelfällen Homosexuelle in eingetragener Lebenspartnerschaft gemeinsam im Pfarrhaus leben dürfen. Allerdings, so „SWR“, „ist der entsprechende Passus so ausgelegt, dass homosexuelle Paare nicht auf dieselbe Stufe wie Verheiratete gestellt werden“.
Lesen: Kommentar zur Frage von homosexuellen Pfarrern in der Kirche

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