Personalia der Woche: Wer auf haarig steht und wer sich doch mal zurückhalten sollte

So kurz vor Ostern steht der gewöhnliche Homosexuelle im Schrank, weil er a) die Urlaubsgarderobe für Sylt zusammenstellen oder b) die richtige Kombination(en) für die diversen Veranstaltungen beim Ostertreffen der Fetischhasen in Berlin durchtesten muss. Die öffentlichen Personalia der Woche drehen sich im weitesten Sinne ums Küssen und Beißen …

Ralf König, Comic-Zeichner, muss im „Taz“-Interview zu einer pädo-verdächtigen Stelle aus seinem ersten Schwulcomix Stellung nehmen und sagt dabei den wunderschönen Satz: „Ich steh auf ausgewachsen, haarig und stämmig.“

Patrik Maas, bei der Deutschen Aids-Stiftung für Finanzen und Verwaltung zuständig, wird neuer Landesgeschäftsführer der AIDS-Hilfe NRW.

Daniela und Christina Bauer, seit 2008 verpartnertes deutsch-österreichisches Paar, hat mit seiner Anfrage für eine Insemination in Österreich erreicht, dass ein geltendes Verbot nun ob seiner Verfassungsmäßigkeit überprüft wird.

Jonathan Williams und James Bull, britisches Paar, flog wegen eines Kusses aus einem Pub in London. Daraufhin versammelten sich Hunderte zu einem öffentlichen Kiss-In (Foto oben). Dabei sagte

Peter Tatchell, Menschenrechtsaktivist, den Satz: „Es gibt zuviel Hass und Gewalt in dieser Stadt, jede Demonstration von Liebe und Zuneigung ist eine gute Sache.“ (Video)

Halil Ibrahim Dincdag, türkisch und schwul, war Radiomoderator und Schiedsrichter, bevor er sich in der Türkei outete.

Ricky Martin, Sänger, soll nicht für Homosexualität werben – rät ihm Luis Aponte Martinez, Kardinal von San Juan. (Das ist nicht schwulenfeindlich, denn, wie der Kardinal erklärt, die Kirche hat nichts gegen Homos, nur gegen ihren Lebenswandel … )

Aus dem tendenziösen Zwischenreich:

Bram Stoker, Schriftsteller und „Dracula“-Vater (4), könnte schwul gewesen sein.

Supporters:

Kristin Chenoweth, Musical-Sängerin („Wicked“), erhielt den GLAAD-Media-Award für ihre Antwort auf Attacken gegen ihren schwulen Kollegen Sean Hayes. Ein Kritiker hatte geschrieben, Hayes sei zu schwul, um einen Hetero spielen zu können.

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1 Response to “Personalia der Woche: Wer auf haarig steht und wer sich doch mal zurückhalten sollte”


  1. 1 Thommen April 17, 2011 um 9:56 pm

    Ich finde das Interview der TaZ nur peinlich. Wann kommen die homophoben Heteros aus deren Gründerzeit endlich dran?


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