Skelett vom ersten transgender Höhlen-menschen gefunden?

In Prag wollen Archäologen jetzt in einem vorzeitlichen Grab ein männliches Skelett gefunden haben, von dem sie annehmen, dass es sich um einen Homosexuellen oder Transvestit gehandelt hat. Denn was da zwischen 2900 und 2500 v. Chr. begraben wurde, ist zwar anatomisch ein Mann, bestattet wurde er/es/sie aber nach den Riten für Frauen – sagen die Archäologen. „Damals wurden Männer traditionellerweise auf ihrer rechten Seite liegend beerdigt. Der Kopf zeigte dabei nach Westen. Die Frauen lagen auf ihrer linken Seite, der Kopf zeigte nach Osten – genau in dieser Position wurde das männliche Skelett gefunden“, klärt uns „Blick.ch“ auf. Auch die Grabbeigaben seien nicht Waffen, sondern Haushaltsutensilien gewesen. (Anmerkung S.i.e.gT.: Männer waren schon immer die besseren Köche!)
Ganz ausführlich zitiert der britische „Telegraph“ in seiner heutigen (7.4.2011) Meldung die verantworliche Archäologin Kamila Remisova Vesinova mit der Aussage: „Wir wissen, dass die Menschen in dieser Epoche Bestattungsrituale sehr ernst genommen haben, darum ist es höchst unwahrscheinlich, dass die (weibliche) Positionierung ein Versehen war.“
Sie verweist auf einen Fund aus der Mittelsteinzeit, also nochmals gut 6-7000 Jahre früher, wo eine Frau nach den Riten für männliche Krieger bestattet worden war. Bei dem Fund in Prag soll es sich um einen Fall handeln, den wir mit heutigen Begriffen als „Grab für einen Transsexuellen“ oder „Grab für ein drittes Geschlecht“ beschreiben würden.
Wir haben den Beitrag mit der Kategorie „Schwule Geschichte“ versehen!

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