„Offene Bücherschränke“ in Wien beschädigt – eine der Installationen erinnert an homosexuellen KZ-Überlebenden

In der Nacht zum Sonntag wurden in Wien alle drei „Offenen Bücherschränke“ beschädigt. Bei diesen „Bücherschränken“ handelt es sich um im öffentlichen Raum aufgestellte Regale, in denen Interessierte Bücher einstellen oder sich kostenlos mitnehmen können. Solch eine Installation steht auch am Zimmermannsplatz (Heinz Heger Park), wobei einer der Schränke hier durch die angebrachten rosa Winkel an den homosexuellen KZ-Überlebenden Josef Kohout erinnert. (Als Heinz Heger schrieb er seine Erinnerungen in dem Buch „Die Männer mit dem rosa Winkel“ nieder.
Hier wurde eine Tür eingetreten und zerbrochen. Am schwersten wurde der Schrank in der Westbahnstraße im Bezirk Neubau beschädigt. Dem Wiener „Standard“ zufolge glaubt Projektinitiator Frank Gassner an eine „geplante Aktion“: Da es sich um „die ersten Beschädigungen überhaupt“ handle und alle in derselben Nacht erfolgten, gehe er nicht von einer „ang’soffenen G’schicht“ aus.
Der „Offene Bücherschrank“ am Heinz Heger Park war erst am 31. März diesen Jahres eingeweiht worden.
Auf die Verbindung der Beschädigungen mit der schwulengeschichtlichen Bedeutung am Heinz Heger Park hat ggg.at aufmerksam gemacht. Foto via Facebook-Gruppe „Offener Bücherschrank e.V.“

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