Ausstellung zur Verfolgung Homosexueller in der NS-Zeit in Berlin-Spandau

Am Dienstag, 5.4.2011, wird um 14 Uhr im Bürgersaal des Rathauses Spandau die Ausstellung „Ausgrenzung aus der Volksgemeinschaft – Homosexuellenverfolgung in der NS-Zeit“ eröffnet. Diese knüpft an frühere Projekte des Kulturrings in Berlin an, erweitert aber das Thema um zusätzliche Aspekte. So soll etwa anhand des Anwaltes und späteren Spandauer Bürgermeister Dr. Richard Münch  das Wirken von Rechtsanwälten bei der Verteidigung Homosexueller beleuchtet werden. Auf großformatigen Papierbahnen wird an das Leben von Schwulen in der Nazi-Zeit erinnert. Szenetreffpunkte werden dargestellt, Schicksale rund um die Arbeiterstadt „Große Halle“ beschrieben und aufgezeigt, mit welchen Konsequenzen ein Beamter zu rechnen hatte, wenn er homosexuell war.
Auch über das Schicksal von Polizeibeamten, die ohne Urteil, auf den bloßen Verdacht hin homosexuell zu sein, kurz vor Kriegsende erschossen wurden, wird informiert. Aus diesem Anlass wird in der kommenden Woche Berlins Polizeipräsident Dieter Glietsch eine Gedenktafel an der Fassade des Gebäudes des Polizeiabschnitts 21 in der Moritzstraße 10, dem Standort der ehemaligen Polizeiarrestanstalt, enthüllen.
Die Ausstellung ist vom 6.-21. April 2011 in der Säulenhalle des Rathauses Spandau (2. Obergeschoss) zu besichtigen. Öffnungszeiten: Mo-Fr 8-16 Uhr, Di u. Do bis 18 Uhr

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