Irlands Außenminister kritisiert Verbot von schwul-lesbischen Gruppen bei St. Patrick’s Parade

Klare Worte gegen die Organisatoren der traditionellen New Yorker Parade zum St. Patrick’s Day. In einer Rede vor prominenten irischen Vertretern der schwul-lesbischen Community der Stadt hat Irlands Außenminister Eamon Gilmore den Ausschluss von Homosexuellengruppen bei der Parade kritisiert. „Jemanden auszuschließen ist nicht irisch.“ Die Paraden seien eine Feier Irlands und des irischen Lebens. Aber man sollte Irland so feiern, wie es tatsächlich sei, nicht, wie sich die Leute es vorstellten. „Gleichheit ist das Kernstück unserer Identität in Irland.“ (zitiert nach „Irisch Central“)
Dabei räumte Gilmore ein, dass es noch nicht allzu lange her ist, dass Homosexualität auch in Irland noch kriminalisiert wurde. Doch trotz aller Kontroversen, vor allem bei der gleichgeschlechtlichen Ehe, sei Homosexualität für die Mehrheit der Iren heute kein Thema mehr. Womit er recht haben mag, denn der schwule Politiker David Norris gilt als Favorit bei der anstehenden Präsidentschaftswahl in Irland.
Am 17. März wird weltweit der irische Nationalheilige St. Patrick gefeiert. Er gilt als der erste christliche Missionar Irlands. Emigranten brachten die Tradition auch in die USA. In New York wird eine der größten Paraden gefeiert. Der Organisator, der Ancient Order of Hibernians, ist seit Jahren darauf bedacht, keine Schwulen und Lesben bei der Parade zuzulassen. 1995 wurde diese Politik  durch ein Urteil des amerikanischen Verfassungsgerichtes als zulässig erklärt.

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