Günter Amendt bei Autounfall getötet

Mit seinem Buch „Sexfront“ lieferte Günter Amendt das kämpferische Aufklärungs-Werk der turbulenten siebziger Jahre. In Sprache und Bild in für damalige Zeit ungewohnter Direktheit thematisierte es die Lust an der (Jugend-)Sexualität, nicht nur als Akt zum Kinderzeugen, sondern auch für und an sich selbst. „Amendt selber bekannte sich zur Homosexualität, als das auch in linken Kreisen noch degoutant war“, schreibt die „Welt“ in ihrer Gratulation zu Amendt 70sten Geburtstag. In den neunziger Jahren wandte sich der 1939 in Frankfurt am Main geborene Sozialwissenschaftler dem Thema Drogen und Drogenpolitik zu. Er lebte zuletzt in Hamburg.
Amendt starb, zusammen mit dem Schauspieler Dietmar Mues, dessen Ehefrau Sibylle und der Bildhauerin Angela Kurrer, bei einem Unfall am Samstagabend in Hamburg, bei dem ein 38-Jähriger mit seinem Auto in eine Menschenmenge gerast war.


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