Bradley Manning wegen „Kollaboration mit dem Feind“ angeklagt – Gott darf weiterhin Schwuchteln hassen – Einige Menschen tun dies sowieso

Im Verfahren gegen Bradley Manning sind 22 weitere Anklagepunkte erhoben worden +++ Oberstes Gericht der USA sieht Aktionen einer Hass-Sekte durch die Meinungsfreiheit geschützt +++ Berlusconi will keine Homo-Ehe (nicht wirklich neu) +++ Ein deutscher Adliger will keine Homo-Pfarrer +++ Inmitten von soviel Irrsinn ein erfreuliches Urteil aus England: Mit Homosexuellenfeindlichkeit empfiehlt man sich nicht als Pflegeeltern

Neue Anklagepunkte gegen Manning
Bradley Manning, der im Mai 2010 wegen angeblicher Weitergabe geheimer Daten an WikiLeaks verhaftet wurde und seit Juli 2010 im US-Militärgefängnis Quantico in Isolationshaft gehalten wird, wird wegen weiterer 22 Punkte angeklagt. Darunter auch wegen „Kollaboration mit dem Feind“. Dadurch könnte dem 23-jährigen Soldaten die Todesstrafe drohen. Die Militärstaatsanwaltschaft will diese Höchststrafe aber nicht fordern.

Gott darf weiterhin Schwuchteln hassen
Der Oberste Gerichtshof der USA hat entschieden, dass die umstrittenen Aktionen der Westboro Baptist Church durch die Meinungsfreiheit geschützt sind. Immer wieder demonstrieren die vorgeblich religiösen Sektenmitglieder um den radikalen „Prediger“ Fred Phelps bei medial beachteten Ereignissen gegen Homosexuelle mit Schildern wie „God Hates Fags“. So hatten sie auch das Begräbnis eines Soldaten benutzt, um gegen die Zulassung von Schwulen und Lesben in der Armee zu protestieren. Der Tod von Soldaten sei Gottes Strafe für die Toleranz gegenüber Homosexuellen. Der Vater eines Gefallenen hatte dagegen geklagt. Künftig werden die Hass-Aktionen der Sekte nicht mehr untersagt werden können. (Die Standard)

und manche Menschen wollen es ihm gleichtun
Vor katholischen Geistlichen in Mailand hat der italienische Ministerpräsident Berlusconi Homosexuellen das Recht abgesprochen zu heiraten oder Kinder zu adoptieren. Ein Mann, der Sex mit Minderjährigen praktiziert und guter Freund Gaddafis ist, muss einfach wissen, was moralisch richtig ist. Ebenfalls die Moral gepachtet haben will Albrecht Fürst zu Castell-Castell. Er findet, dass ein Homosexueller kein Hirte seiner Gemeinde sein kann, und will gegen die Zulassung von schwulen Pfarrern und ihren Partnern in der evangelischen Kirche zu Felde ziehen. Eine große Zahl Homosexueller wolle „von ihren Neigungen befreit werden“, bestätigte er eine frühere Äußerung gegenüber der „Augsburger Allgemeinen“.

Wegen Ablehung von Homosexualität als Pflegeeltern ungeeignet
Anders als die US-Kollegen sind die Richter des Londoner High Court der Ansicht, dass Homosexuellenfeindlichkeit eine „Meinung“ ist, die nicht gerade für soziale Kompetenz spricht. Jedenfalls scheint sie den Richtern auf der Insel nicht geeignet, um Waisenkinder zu erziehen. Ein „christliches“ Paar, das von Jamaika nach Großbritannien kam, fühlte sich „religiös diskriminiert“, weil sie von der Stadt Derby nicht als Pflegeltern zugelassen wurden. Dies, nachdem sie einem Sozialarbeiter gesagt hatten, dass sie gegenüber einem Kind einen“homosexueller Lebensstil“ nicht gut heißen könnten. (The Guardian)

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1 Response to “Bradley Manning wegen „Kollaboration mit dem Feind“ angeklagt – Gott darf weiterhin Schwuchteln hassen – Einige Menschen tun dies sowieso”


  1. 1 Thommen März 8, 2011 um 11:31 pm

    Lies meinen kleinen Essay über Gott und die Schwuchteln! (Webseite) 😉


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