Männerkuss bei Oscar-Verleihung zensiert

Bei der Gala zur Verleihung der Oscars am Sonntag haben die Produzenten der Show in der Live-Übertragung einen Kuss zwischen Josh Brolin und Javier Bardem zensiert. Als die beiden für die Bekanntgabe eines Gewinners auf die Bühne kamen, inszenierten sie (spontan?) eine kleine Tanzeinlage. An deren Ende gaben sich die beiden einen Kuss. Der wurde aber nicht gezeigt, die Kamera schwenkte vielmehr auf Bardems Frau, Penelope Cruz.
Bruce Cohen, schwuler Produzent der Show, erklärte gegenüber dem amerikanischen Blog „After Elton“, die Tanzeinlage sei nicht geplant gewesen. Ebensowenig habe man den Kuss geahnt. „Es wäre ein großartiger TV-Moment geworden.“ Man habe zeigen wollen, wie Penelope Cruz ihrem Mann applaudiert. Als man den Kuss bemerkt hätte, habe man sofort mit der Kamera zurückgeschwenkt. Da seien die beiden Männer schon wieder auseinander gewesen.
Josh Brolin spielte in dem Film „Milk“ über den schwulen Menschenrechtler Harvey Milk dessen Mörder Dan White. Brolin ist mit der Schauspielerin Diane Lane verheiratet. Javier Bardem wurde bei den Filmfestspielen in Venedig für seine Darstellung des schwulen kubanischen Schriftstellers Reinaldo Arenas in „Before Night Falls“ ausgezeichnet.


Das Buch zum Blog

Archiv

Kreuz-und-queer-Blog