Hamburg wird wieder rot – Ergebnis der Bürgerschaftswahl 2011

Die Wahl zur Hamburger Bürgerschaft hat einen deutlichen Sieg für die SPD und ihren Spitzenkandidaten Olaf Scholz gebracht. Mit 48,3% bzw. 62 Sitzen wird sie künftig allein an der Elbe regieren können. Die CDU des bisherigen Ersten Bürgermeisters Ahlhaus stürzt um 20% auf 21,9 % ab. Die GAL kommt auf 11,2%, Linke 6,4%. Die FDP zieht mit 6,6% nach Jahren wieder in die Bürgerschaft ein.
Im SPD-Wahlprogramm finden sich angenehmerweise sehr konkrete Positionen, die das schwule und lesbische Leben der Hansestadt betreffen: „Wir werden die bewährten schwul-lesbischen Einrichtungen in Hamburg, wie zum Beispiel Hein und Fiete, die Aids-Hilfe, das Magnus Hirschfeld Centrum, das Junglesbenzentrum und die lesbisch-schwulen Filmtage unterstützen und fördern.“ In der Bildungspolitik wolle man Toleranz gegenüber queeren Lebensformen zum Thema machen. Ein rot regiertes Hamburg will sich auf Bundesebene für eine Öffnung der Ehe und das Adoptionsrecht für schwule und lesbische Paare einsetzen.
Laut Hamburgs schwulem Stadtmagazin „hinnerk“ sind bei der Wahl zur Bürgerschaft und zu den Bezirksversammlungen so viele offen schwule und lesbische Kandidatinnen und Kandidaten wie nie zuvor ins Rennen gegangen. Wegen des neuen Wahlsystems in Hamburg, wird die Auszählung der Stimmen länger als gewohnt dauern. 50 der 121 Sitze der Bürgerschaft werden über die Landeslisten der Parteien, der Rest über die Wahlkreise vergeben.

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