Grammy für homophoben Reggae-Sänger

Bei der Grammy-Verleihung am Sonntag ist „Before the Dawn“ des jamaikanischen Sängers Buju Banton als Bestes Reggae Album ausgezeichnet worden. Derzeit sitzt Banton in Tampa, Florida im Gefängnis, gegen ihn läuft ein Gerichtsverfahren wegen des Verdachts des organisierten Drogenhandels.
Buju Banton, mit richtigem Namen Mark Myrie, gilt vor allem wegen seines Songs „Boom bye bye“ als schwulenfeindlicher Hass-Sänger. In dem Song wird die Hinrichtung schwuler Männer durch Kopfschuss gefordert. (Text lässt sich via Wikipedia nachlesen.) Nach Protesten u.a. des Lesben- und Schwulenverband (LSVD) wurden 2004 geplante Konzerte des Musikers abgesagt. Der „Miami Herald“ berichtet, Fans von Buju Banton hielten den Drogen-Prozess für eine Verschwörung der US-Regierung und von Schwulen-Aktivisten, um sich für die homophoben Hass-Songs zu rächen.


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