Personalia der Woche: Wer nicht typisch schwul sein will und wer sich zum Affen macht

In den heutigen Personalia raten wir zur Vorsicht bei der Homo-Ehe, denn bloß weil man heiraten durfte, heißt das noch lange nicht, dass man sich auch wieder scheiden lassen darf. Kandidaten von Mister-Sonstnochwas-Wahlen würden wir raten, doch auch manchmal nachzudenken, was sie in Interviews so von sich geben, und einem Zoo in England raten wir, in der Namensgebung für Tiere nicht so „typisch schwul“ zu sein

Wieland Speck, Leiter der Panorama-Sektion bei der Berlinale (1),  sagt im „Spiegel“-Interview den schönen wie wahren Satz: „Normalität wird es für Schwule und Lesben letztlich nie geben.“

Stephan Bitterlin, Tanz-Pädagoge (2), ist mit 41 Jahren der älteste Kandidat bei den Schweizer MrGay-Wahlen im März  – und wie der Sohn ist auch der Vater. Das muss was genetisches sein!

Philipp Linder, Auszubildender, ist der jüngste Kandidat bei der MrGay-Wahl – und hat sich bei S.i.e.g.T. mit dem Satz: „Ich falle nicht als typisch schwul auf!“ disqualifiziert.

Amy DeLong, Priesterin der United Methodist Church im US-Bundesstaat Wisconsin, muss mit einer Amtsenthebung rechnen, weil sie sich mit ihrer Freundin verpartnert hat und auch eine Feier für ein lesbisches Paar geleitet hat.

Brenda Mueller und Deborah Pry, lesbisches, im US-Bundesstaat Vermont getrautes Ehepaar, kann sich im US-Bundesstaat Nebraska, in dem sie nun leben, nicht scheiden lassen. Begründung: Nebraska erkennt die Homo-Ehe nicht an, also kennt es auch keine Homo-Scheidung.

Matthew Mitcham, Sportler, gehört, wie letzte Woche berichtet, zu den 25 einflussreichsten schwulen Persönlichkeiten Australiens und fordert nun „Stop saying ‚That’s so gay“.

tendenziöses Zwischenreich:

Leonardo DiCaprio, Schauspieler (3), übernimmt in Clint Eastwoods neuem Film die Rolle des schwulen, aber dennoch homophoben FBI-Chef Edgar Hoover. Erste Bilder gibt es hier.

Manfred Amerell und Michael Kempter, Ex-Schiris, tragen ihre Hass-Liebe erneut vor Gericht aus, die Wahrheit liegt irgendwo zwischen „Liebes-E-Mails in Vollendung“ und „eklige Zunge in den Mund gesteckt“.

Elton und David, Klammeraffen im Zoo des Drayton Manor Theme Park (4), erhielten ihre Namen, weil sie so oft miteinander kuscheln. Und die Pressesprecherin des Zoos verrät ein noch brisanteres Detail: Elton ist der dominantere.

freundliche Unterstützer:

Manuel Neuer, Torwart der Nationalelf, hat schwule Fußballer ermutigt, sich zu outen.

Annette Bening, Anwärterin für einen Oscar für ihre Rolle in „The Kids Are Alright“, hat sich für Regenbogenfamilien eingesetzt: Diese Familien und die Kinder aus diesen Familien verdienten Respekt wie heterosexuelle Eltern und deren Kinder.

Dementis

Jay Kahn, Ex-US5-Sänger, erklärt zum wiederholten Male, dass er nicht schwul ist. Wir glauben ihm das und amüsieren uns lediglich über die doppeldeutige Wortwahl der folgenden Aussage via „Bild“: „Fragen Sie doch mal bitte meine Ex-Freundin, ob Sie drei Jahre mit mir zusammen war, um einen Schwulen zu decken.“


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